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Kurzbeschreibung

Maulana Dschalaladdin Rumi ist der bedeutendste Dichter der persisch-islamischen Mystik. Er wurde in Balkh am 30.9.1207 geboren und lebte in Konya/Anatolien (Ost Rom), daher der Beiname »Rumi«. Er starb mit 65 Jahren am 17.12.1273. Sein Diwan mit mehr als 3000 Gedichten ist seinem Lehrer und Seelenführer Schams al din aus Tabriz gewidmet. Sein Hauptwerk »Matnawi«, umfasst 26000 Doppelverse von hoher sprachlicher Schönheit und bildlicher Ausdruckskraft, lose aneinander gereihte Gedichte, Parabeln und Gedanken, in denen sich die islamische Tradition vielfältig spiegelt. Nach dem Koran hat er wie kein anderes Werk die Literatur der Persisch, Türkisch und Urdu sprechenden Völker bis in die Gegenwart beeinflusst und thematisiert die Sehnsucht nach der Wiedervereinigung mit Gott. Rumi ist der Begründer des islamischen Ordens der Maulawi (tanzende Derwische).
Diese Übersetzung ist ein Versuch, dem Leser/Hörer aus dem Ozean persischer Poesie einen durststillenden Tropfen mystischer Liebe anzubieten.

Dohnányi-Trio
Seit mehreren Jahren arbeiten die drei Musiker des Dohnányi-Trios intensiv im Rahmen der Salzburger Kammermusik-Akademie zusammen. Im Geiste Sándor Véghs, des Lehrers der hohen Streicher und Landsmanns des Cellisten, ist dabei ein musikalisches Einverständnis besonderer Art entstanden. Der Name des Ensembles ist Dohnányi gewidmet, weil die Serenade des ungarischen Komponisten eines der zentralen Werke der Streichtrio-Literatur darstellt.

Annette Schäfer, Violine, ist freischaffende Solistin und Kammermusikerin. Als Konzertmeisterin arbeitet sie mit verschiedenen Ensembles und spielt regelmäßig im Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR und im Barockorchester Stuttgart unter Frieder Bernius. Als gefragte Violinsolistin und Kammermusikpartnerin spielt Annette Schäfer u. a. bei »musica sacraprofana« oder mit dem Pianisten Anthony Spiri.
Nach dem Studium an der Musikhochschule Stuttgart folgte ein Studium am Mozarteum Salzburg bei Prof. Sandor Végh. Dieses wurde mit großem Diplom mit Auszeichnung abgeschlossen. Sie belegte zudem Meisterkurse bei N. Harnoncourt und S. Standage in historischer Aufführungspraxis. Während des Studiums erfolgte die Gründung des Streichquintetts Mozarteum, später des Linos Harfenquintett. Neben zahlreichen Konzerten im In- und Ausland folgten Produktionen im französischen Fernsehen sowie beim SWR Stuttgart und CD-Aufnahmen.

Gunter Teuffel, Viola, ist Solobratschist des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart des SWR und Professor an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.
Als Solist mit Viola und Viola d’amore spielte Gunter Teuffel u. a. mit Roger Norrington bei den Schwetzinger Festspielen und mit Musica Antiqua Köln. Er war Kammermusikpartner von zahlreichen Ensembles wie dem Streichquintett Mozarteum, Trio Parnassus, Diabelli-Trio, Melos-Quartett, Ensemble Villa Musica, Stuttgarter Solisten, Linos Harfenquintett, Dohnányi-Streichtrio u. a. Zahlreiche CD- und Rundfunkproduktionen dokumentieren seinen internationalen Ruf. Gunter Teuffel studierte an der Musikhochschule Stuttgart und am Mozarteum Salzburg u. a. bei Sandor Végh und William Primrose.

Tibor Bényi, Violoncello, ist in Ungarn geboren und lebt seit 1991 in Salzburg. Seinen Studienabschluss machte er an der Franz Liszt Musikakademie von Budapest. Er gewann 1978 u. 1984 den 1. Preis beim ungarischen Nationalwettbewerb für Violoncello. Mit 18 Jahren wurde ihm der »Kodály Preis« verliehen. Besonders zu erwähnen ist seine jahrelange enge Zusammenarbeit als Kammermusiker mit dem Konzertmeister der Wiener Philharmoniker, Wilhelm Hübner.
Tibor Bényi ist Mitglied internat. Jurys (bei Cellowettbewerben) und gibt seit 1998 Meisterkurse in Bozen. Seit 1997 leitet er als Dirigent u. Solist das Mozart Kammerorchester und ist gleichzeitig künstlerischer Leiter der Salzburger Kammermusik-Akademie. Als gefragter Solist u. Kammermusiker gastiert er bei vielen internat. Musikfestivals in Europa und Übersee.
Einige Pressestimmen: »ein gefühlvoller Musiker mit bestechender Technik«; »sein Spiel war ein Klangerlebnis von höchster Virtuosität«; »er spielt nicht nur mit sichtlicher Hingabe, sondern auch mit wunderschönem Ton, aber unsentimental und von technischen Problemen völlig unangefochten«; »als Dirigent übertrug er seine Energie auf die Musiker und auf die Zuhörer«

Reza Maschajechi, Rezitation
Ich bin 1943 in Teheran geboren. Schon in meiner frühen Kindheit hatte die Europäische Musik eine magische Wirkung auf mich. Ich war zwölf Jahre alt, als wir in der Schule die Geschichte aus Matnawi »Moses und der Schäfer« behandelten. Ein Schäfer stellt sich Gott so vor wie einen Menschen und bietet ihm fröhlich an, ihm zu dienen, ihm die Füße zu waschen und ihm die Haare zu kämmen. Moses traf auf seinem Weg den Schäfer und er war über diese Art der Gottesanbetung entsetzt. Er schimpfte mit dem Schäfer, wie er sich erlauben könne, Gott so zu behandeln. Erschrocken und verzweifelt darüber lief der Schäfer in die Wüste und raufte sich die Haare. Da rügte Gott Moses: »Lass meine Geschöpfe mich nach ihrem Vermögen und nach ihrer Weise anbeten.« Diese Geschichte wird im Matnawi ausführlich und farbig dargestellt und hatte eine ungeheuere Wirkung auf mich. Mit einem Schlag wurde mir klar, dass die Tore zum Paradies für jeden offen stehen und nicht nur für Anhänger bestimmter Religionen.
Vielleicht hat gerade diese Geschichte meine Liebe zu persischer Literatur und Poesie entzündet. Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Rumis mystischer Liebe. Mystik heißt die Reise in das tiefe Ich. Der Mystiker und ebenso der Musiker tauchen in ihre eigene Tiefe, und beim Auftauchen berichten sie uns von ihren Erlebnissen und Gottes Erfahrungen. Beide vermitteln ein und die selbe Botschaft. Ich bin, als ein in Deutschland lebender Iraner, in der glücklichen Lage, beide Botschaften empfangen, begreifen und weitergeben zu können. Einen kleinen Teil aus Rumis großem Diwan habe ich ins Deutsche übertragen. Meine Übersetzung erschien im Verlag Bibliothek der Provinz (ISBN 978-3-85252-596-9). Die auf dieser CD rezitierten Gedichte sind aus diesem Buch entnommen.
Rumis Sprache ist Melodie. Um diese Melodie zum Erklingen zu bringen, rezitiere ich manche Gedichte in persischer Sprache, in der Hoffnung die Herzen der Hörer zu treffen.

Wir haben uns getroffen, voller Respekt, Neugierde und Zuversicht. Wir machten uns auf den Weg, die tiefe Verwandtschaft zwischen europäischer Musik und persischen Lyrik zu entdecken. Die Musik, insbesondere die Werke, die Annette Schäfer ausgesucht hat, und Rumis Sprache treffen einander auf einer tiefen Ebene in uns. Sie begleiten und tragen einander. Die Mauern öffnen sich, die Welten verbinden sich und die Kulturen verschmelzen.
Im Sinne des Mystikers Rumi bitten wir den Hörer, seinen Kopf »auszuschalten« und mit dem inneren Ohr zu hören.
Öffnen Sie Ihr Herz und begeben Sie sich auf eine mystische Reise in die Stille.