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Kurzbeschreibung

Nach Logenplatz und MorgenoperImmer noch See – der dritte Gedichtband mit Seegedichten. Beobachtungen am See, wobei immer auch die Sprache, die diese Eindrücke hervorbringt, mitbedacht wird.


Verwelkte Himbeerstaude, Sonne blendend,
die Brise See, dieser Erntetross Herbst mit fahlblau

geripptem Wasser, Nebelahnung und Wolkenschatten.
Lange nicht gesehen, lange nicht gehört, den Ton

glänzende Nirostastiege, endend im kühlen Nass der
Sprache, des Fließens, der Wellen. Die Silhouette

Holzscherenschnitt mit Krähenflug und Rauchfahnen.
Der Schlot steht stramm, die Segelboote drehen und

wenden sich. Sitzt fest im vertrauten sonnenbestrahlten
Grün, im Rücken die Zwetschkenbäume und vor dir

der See, seine farbenprächtige augenblicksversessene
Wasserhaut, die sogleich aufgerissen und entsorgt wird:

Papier, Glas, Plastikfolien, Sondermüll. Die am Asphalt
vorbeisirrenden Fahrradreifen zielen schon ins Weite.