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Kurzbeschreibung

[Hrsg. vom Verein der Freunde und der Wissenschaftlichen Erforschung des Hagenbundes]


Einer Beamtenfamilie entstammend, wurde Otto Rudolf Schatz 1900 in Wien geboren und absolvierte nach Bürgerschule, Realschule und Gymnasium die Kunstgewerbeschule Wien unter Oskar Strnad und Anton von kenner von 1915 bis 1918. Nach seinem Militärdienst von März bis November 1918 besuchte er erneut die Kunstgewerbeschule, fühlte sich aber diesem Haus nach drei Monaten entwachsen. Nach Versuchen in verschiedenen Berufen, u.a. als Lackierer, Anstreicher, Zimmermaler, Schildermaler, Entwurf- und Werkzeichner einer Portalfabrik, arbeitete er als freier Künstler.

Schatz lebte in Österreich und Tschechien eine unorthodoxe und äußerst wechselvolle Malerkarriere, die meist abseits der etablierten Kunstinstitutionen stattfand. Seine häufigen und unvermittelten, überaus behänden Wechsel zwischen allen Aspekten der künstlerischen und menschlichen Existenz, zwischen verschiedenen Malstilen, Genres, Aufenthalten und Lebensstilen, vermitteln das Bild eines Lebenskünstlers, dessen Schaffenshöhepunkte vielleicht auch wegen ihrer Divergenz bislang kaum rezipiert wurden. Dennoch zählen sie zum Besten, das die österreichische Kunstproduktion der Zwischenkriegszeit hervorgebracht hat, und vor allem zu den anschaulichsten Beispielen der damaligen Verflechtung der Kunst- und Lebenspraxis. Kaum ein Œuvre reagiert deutlicher auf die domonierenden Zeit- und Kunstströmungen jener Zeit und kaum ein Œuvre ist daher typischer für sie.