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Kurzbeschreibung

[Der talentierte Herr Ginić]


„Das Gehirn des Menschen“, sagte der deutsche Neurowissenschaftler Manfred Spitzer, „beschäftigt sich nun einmal unglaublich gerne mit Geschichten.“ Dies ist eine Geschichte, die Sie in die Vergangenheit und dann wieder in die gegenwartsnahe Zeit führt. Eine Erzählung über europäische Zustände, die es nicht mehr gibt und die doch in uns weiterleben. Es ist die Chronik meiner rührigen Familie, ihrer Lebensweise in geordneten Zeiten und ihres Überlebens in den wahnsinnigen Zeiten des zwanzigsten Jahrhunderts.

Mein Urahn stammte aus dem ärmsten Winkel der österreichisch-ungarischen Monarchie. Mit einem Ranzen machte er sich auf die Suche nach einer besseren Exis­tenz. Seine Nachkommen stiegen ins Bürgertum auf, kamen zu Wohlstand, sie überwanden Wirtschafts- und Ehekrisen und fingen immer wieder von Neuem an bis zu dem Zeitpunkt, als sie, nur noch mit einem Ranzen, um ihr Leben liefen.



Rezensionen
Jüdisches Museum Wien: Mara Kraus, „Der talentierte Herr Ginić“

Mara Kraus hat die bewegende Lebensgeschichte ihres Vaters niedergeschrieben. Es ist eine Geschichte, die in die Vergangenheit und wieder in die Gegenwart führt. (…)

Mara Kraus (geb. Goldstein, später Ginić), geboren 1925 in Zagreb, ist eine Überlebende des Holocausts und war Lebensgefährtin von Joe Heydecker, dessen Nachlass sie bearbeitet und publiziert.

Ein Leben in Bewegung
Mara Kraus übersiedelte 1929 nach Osijek und 1933 nach Belgrad. Im Mai 1941 flüchtete die Familie nach Dalmatien auf die Insel Hvar und im Juni nach Split. Im Dezember erfolgte die Internierung in Piemont, Italien. Im Zweiten Weltkrieg flüchtet die damals 18-Jährige aus dem von Nationalsozialisten besetzten Italien über die Berge in die Schweiz. Nach einem 24-stündigen Marsch ist sie am Ende ihrer Kräfte. Doch der Schweizer Grenzsoldat sagt: „Hier können Sie nicht bleiben, Sie müssen zurück.“ Erst nach einem Verzweiflungsausbruch der beiden begleitenden Frauen und einem Telefonat mit Vorgesetzten wurden sie durchgelassen und konnten nach Zermatt weitermarschieren.

1945 heiratet Mara Ivo Kraus und kehrt nach Italien zurück. 1948 folgte die Emigration nach Argentinien, 1950 wieder die Rückkehr nach Europa, wo sie in Paris und Mailand wohnt. 1955 emigriert sie nach Venezuela und kehrt sieben Monate später nach Italien zurück. 1968 folgt erneut eine Emigration nach Brasilien. 1972 trennt sich Mara von Ivo Kraus. 1985 schließlich kehrt Mara nach Europa mit ihrem Lebensgefährten Joe J. Heydecker zurück.

„Der talentierte Herr Ginić. Eine Familie überlebt den Holocaust“
„Mein Urahn stammte aus dem ärmsten Winkel der österreichisch-ungarischen Monarchie. Mit einem Ranzen machte er sich auf die Suche nach einer besseren Existenz. Seine Nachkommen stiegen ins Bürgertum auf, kamen zu Wohlstand, sie überwanden Wirtschafts- und Ehekrisen und fingen immer wieder von Neuem an bis zu dem Zeitpunkt, als sie, nur noch mit einem Ranzen, um ihr Leben liefen“, so beschreibt Mara Kraus ihr Buch, das sie 92-jährig über die Lebensgeschichte ihres Vaters fertiggestellt hat.

Es ist eine Geschichte, die in die Vergangenheit und dann wieder in die gegenwartsnahe Zeit führt. Eine Erzählung über europäische Zustände, die es nicht mehr gibt und die doch in uns weiterleben. Es ist die Chronik Mara Kraus‘ rühriger Familie, ihrer Lebensweise in geordneten Zeiten und ihres Überlebens in den wahnsinnigen Zeiten des zwanzigsten Jahrhunderts. (…)

(Ankündigung zu Mara Kraus' Präsentation von „Der talentierte Herr Ginić“ im Jüdischen Museum Wien am 18. Februar 2019 auf dem Website der Wien Holding)


https://www.wienholding.at/Mediaroom/News/Lesung-Mara-Kraus-Der-talentierte-Herr-Gini