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Kurzbeschreibung

Wenn man die Kindheit „überlebt“ hat, hat man genug Stoff um zu schreiben. Das Leben schreibt ja bekanntlich die lustigsten Geschichten.
Etwa wenn die flotte Großmutter, alias Paparazzi, mehrmals am Tag das Haus verlässt, um ja keine Story zu versäumen oder der kleine Bruder es immer wieder schafft, sich mit geschickten Ausreden vom gemeinsamen, samstäglichen Schuhe putzen zu drücken.

Geschildert werden die großen und kleinen Erlebnisse der Kinderzeit, der Alltag in der Familie auf dem Land, die kleinen Streiche und kindlichen Spiele. Entstanden ist ein Erinnerungsbuch besonderer Art mit zahlreichen, liebevollen Illustrationen der Autorin.



Manchmal, wenn ich auf unserem Bauernhof, der nur sieben Kilometer von meinem Elternhaus entfernt ist, einige Arbeiten verrichte, halte ich bei meiner Arbeit inne und reise in Gedanken zurück in meine Kindheit. Meine Familie besaß damals auch eine kleine Landwirtschaft und durch den Umgang mit den Tieren und das intensive Erleben der Jahreszeiten vergleiche ich oft das Heute mit damals. Meine Erinnerungen schweifen in die Vergangenheit und vor meinem geistigen Auge sehe ich unser Dorf im Jahre 1960, mit seinen dreizehn Großbauern und etwa zehn kleinbäuerlichen Betrieben, so wie wir einen hatten.
Als ich, vierjährig, an einem Frühlingstag im Jahre 1960 vor meinem Elternhaus stand, stellte ich mit großer Verwunderung fest, dass mein lautes Weinen, ich wollte wahrscheinlich wieder einmal meinen Willen durchsetzen, vom gegenüber liegenden Bauernhaus und dem dahinter leicht ansteigenden Hügel zurückhallte. Ich stoppte mein „Geplärre“ und horchte. Bald fand ich heraus, dass sich dieses „Hörspiel“ beliebig fortsetzen ließ, wenn ich nur laut genug schrie. Dies sind meine ersten Erinnerungen an meine Kindertage und als ich meine Scheu vor diesem Mann, der diese Rückmeldungen verursachen musste, abgelegt hatte, spielte ich Echo mit meinen beiden Brüdern Fritz und Karli. Wir fühlten uns bei diesem Spiel sicher und der „Echomann“ ließ sich zu unserem Glück auch niemals blicken.
Vieles gab es in diesen Kindertagen zu entdecken und eingebettet in meine neunköpfige Familie lernte ich mein Leben zu meistern. Meine Großeltern, Eltern, vier Geschwister und unser Haus mit der kleinen Landwirtschaft waren der Mittelpunkt meiner mir damals „großen Welt“.

(Eleonora Traxler zum Geleit)