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Kurzbeschreibung

[Bäuerinnen – Portraits | Bäuerinnenkalender 2007 : immerwährender Kalender.
Fotos: Lisa Bolyos · Text: Steffi Schäffer]


12 Bäuerinnen (Michaela Jöbstl, NÖ, Maria Sutterlüty, Vlbg., Mimi Nievoll, Stmk., Marianne Paulnsteiner, NÖ, Sigrid Müller, Stmk., Maria Anna Pichler, Südtirol, Rosemarie Kogoj, Kärnten, Maria Grünbacher, OÖ, Juliana Szabo, Bgld., Lisa Hofer, OÖ, Roswitha Unger, Bgld. & Beate Kauer, Kärnten) erzählen aus ihrem Leben, wie es gekommen ist, dass sie Bäuerinnen wurden und warum sie diesen Beruf heute noch einmal ergreifen würden.


Allein im Burgenland sperren jeden Tag vier Höfe zu. Gentechnik ist auf dem Vormarsch, und seine Tomaten bezieht ganz Europa aus südspanischen Treibhausregionen. Dennoch lebt die Landwirtschaft. Und mit ihr die Bäuerinnen, die sich nicht dazu überreden lassen, tourismusgeeignete Belagonien auf ihren Fensterbänken zu kultivieren, sondern im Stall, am Feld, im Garten und im Haus einer Arbeit nachgehen, deren kleinster gemeinsamer Nenner die Lebensmittelproduktion ist. Wer sind sie, und wieso machen sie diese Arbeit, die von den einen als unrentabel, von den anderen als romantisch-traditionalistisch bezeichnet wird? Was haben sie sich vorgestellt, als sie Bäuerin wurden, und was ist daraus geworden?

Auf den folgenden Seiten wollen wir einen Berufsstand portraitieren, der aufgrund Europäischer Politiken seltener, aber deshalb nicht weniger sinnvoll wird. 12 Bäuerinnen und Winzerinnen in verschiedenen Regionen Österreichs und Südtirols haben wir besucht, um ihre Organisation von landwirtschaftlicher Arbeit und dem Leben als Frau in dörflichen Zusammenhängen in Wort und Bild wiederzugeben. Das Ergebnis ist eine Dokumentation von Lebensentwürfen, die in ihrer Umsetzung individuell sind, und doch jeweils exemplarisch durch die strukturellen Bedingungen, mit denen die Landwirtschaft und in ihr die Bäuerinnen umgehen müssen.

Wir positionieren uns mit dieser Publiaktion gegen die neoliberale Anmaßung, die kleinbäuerliche Landwirtschaft wegrationalisieren zu wollen, und ebenso gegen die politisch konservative oder rechte Vereinnahmung ländlicher Regionen. Unser Anliegen ist jedoch vielmehr, einen Zugang zur kleinbäuerlichen Landwirtschaft zu schaffen, der Anlass dazu gibt, Landwirtschaft und Leben auf dem Land in einen konstruktiven, antipatriarchalen und antikapitalistischen Diskurs einzubinden.

(Lisa Bolyos und Steffi Schäffer in der Vorbemerkung)



Rezensionen
Paula Bolyos: Steffi Schäffer/Lisa Bolyos, „Bäuerinnen“

Porträts von jungen und alten, kinderlosen oder solchen mit Kind, alleine, zu zweit oder kollektiv lebenden Bäuerinnen. Stimmungsvolle Schwarz-Weiß-Fotos der Frauen in Aktion von Lisa Bolyos und spannende Lebensgeschichten auf der Rückseite der Kalenderblätter, aufgeschrieben von Steffi Schäffer machen diesen Wandkalender zu einem, der tatsächlich jedes Jahr aufs Neue erfreut.

(Paula Bolyos, Rezension in: WeiberDiwan. Die feministische Rezensionszeitschrift, Herbst/Winter 2008)


http://www.weiberdiwan.at/files/WeiberDiwan__2008-02__Herbst_Winter.pdf