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Veranstaltungen

Musikalisch begleitete Lesung von Michael Stührenberg in der ehem. Eisenberger-Fabrik in Gmünd

Sa 23. Jun 2018 um 16:00 bis Sa 23. Jun 2018 um 20:00


Ort:

Ehem. Eisenberger-Fabrik
Litschauerstraße 23, 2. Stock
3950 Gmünd

Kurzbeschreibung

Kunstsommer in der Eisenberger-Fabrik
26. Mai – 30. September 2018
Ausstellungen, Lesungen/Theater und Konzerte



»Papageno im Paradies – Das Dorf der Barock-Indianer«
Samstag, 23. Juni, 16 Uhr, 16 Uhr
Ehem. Eisenberger-Fabrik, Litschauerstraße 23, 2. Stock, 3950 Gmünd



Texte: Michael Stührenberg. Musikalische Gestaltung: Heidi Litschauer

Das Thema dieser musikalisch begleiteten Lesung sind zwei Reportagen aus Südamerika. Beide handeln von indigenen Völkern und ihrem Umgang mit überwiegend klassischer Musik. Es sind Geschichten von Fortschritt und Wundern, von individuellem Selbstwertgefühl und sozialer Integration.

Das Dorf der Barock-Indianer heißt die erste Reportage. Sie spielt in Urubichá, einem Dorf im bolivianischen Amazonas-Gebiet. Die Bewohner, 4500 Indianer vom Stamme der Guarayo, leben in Hütten ohne Strom und fließend Wasser. Andererseits jedoch verfügen sie über ein Philharmonie-Orchester, das meisterhaft Bach, Telemann, Vivaldi interpretiert. Sie sind die Erben einer Gruppe von Jesuiten, die anno 1691 in den Busch des Nuevo Mundo zog, um dort „Wilde“ mithilfe von sakramentaler Musik zum Christentum zu bekehren.

Papageno im Paradies, die zweite Reportage dieses Abends, erzählt die Geschichte des Wiener Kammersängers Christian Boesch. Der ehemalige Star-Bariton, heute 77 Jahre alt, gelangte einst als „Papageno“ in Mozarts Zauberflöte zu Ruhm. 1986 begann er ein zweites Leben als Landwirt im südchilenischen Araukanien, einer Region mit schneegekrönten Vulkanen und glasklaren Seen. Hier leben seit jeher die Mapuche. Das Indigenen-Volk, unbezwingbar für die spanischen Konquistadoren, findet heute nur schwer Zugang zur modernen Gesellschaft. Die von Christian Boesch gegründete „Musikschule Papageno“ versucht, Mapuche-Kindern durch Musizieren ein höheres Selbstwertgefühl zu geben und ihnen den Weg in die soziale Integration zu ebnen.

Zu den Akteuren:
Der in Paris lebende Weltreporter Michael Stührenberg ist Lesern vor allem durch seine fast 150 Reportagen für das Magazin GEO bekannt. In seinem jüngsten Buch Das Dorf in Deinem Kopf präsentiert er eine Auswahl seiner Lieblingsreportagen noch einmal in einem neuen Licht, nämlich als „Dorf-Geschichten“ weltweit – in der Sahara-Wüste, im Dschungel von Kolumbien und Laos, auf winzigen Inseln im Pazifik, in der Karibik, im Tschadsee etc. Gewidmet sind diese Reportagen seinen drei in Paris geborenen und aufgewachsenen Kindern, mit denen der Autor, der aus einem kleinen Dorf am Teutoburger Wald stammt, in diesem Buch einen regen Briefwechsel zu dem Thema ‚Dörfler in einer urbanisierten Welt’ führt.

Rafael Stührenberg, Sohn des Autors, wird als engagierter Gastleser auftreten. Sein Deutsch hat er vor allem in Wien gelernt, wo er drei Jahre als Sprachassistent am Stubenbastei-Gymnasium beschäftigt war. Derzeit unterrichtet Rafael als Französischlehrer in Tallinn, Estland.

Heidi Litschauer war u.a. Mitglied des Wiener Flötentrios, Gründungsmitglied des Streichquintett Mozarteum und Solocellistin der Camerata Academica Salzburg. Neben zahlreichen Meisterkursen in der ganzen Welt betreut sie auch die Camerata Pagageno. Gemeinsam mit Tünde Kurcz am Klavier wird sie Werke von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Sergei Rachmaninoff und Gabriel Fauré zur Aufführung bringen.



Kunstsommer in der Eisenberger-Fabrik, Ziele:

Kulturelle Belebung und Hebung des Kulturempfindens der Region Nördliches Waldviertel. Förderung des Tourismus und damit zusammenhängend eine Verbesserung der Wirtschaftslage und Lebenssituation der Region.

Begegnung und Erfahrungsaustausch mit anerkannten Künstlern und Autoren aus dem In- und Ausland. Neue persönliche und kulturelle Kontakte, Impulse und Erlebnisse von innovativem und bleibendem Wert für die Teilnehmer aus dem In- und Ausland sowie für die Bevölkerung, Besucher und Touristen der Region. Kulturelle Belebung im besonderen in der Eisenberger Fabrik – der Ausstellungen an Sonn- und Feiertagen soll das Besuchererlebnis dieser Kulturstätte auch zu einer Begegnungsstätte werden lassen – zu einem Ort mit Kultur und Literatur in ganz besonderer Atmosphäre für Menschen und Künstler, die ihn mit Leben füllen.


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