Warenkorb
0€ 0

Veranstaltungen

Bodo Hell & Co „Kunstschrift III“ im Porgy&Bess in Wien

Sa 03. Feb 2018 um 19:00

Link zu "Bodo Hell & Co „Kunstschrift III“ im Porgy&Bess in Wien" >


Ort:

Porgy & Bess, In der Strengen Kammer
Riemergasse 11
1010 Wien

Kurzbeschreibung

In der Strengen Kammer: Brennkammer : Bodo Hell & Co – „Kunstschrift III“
Samstag, 3. Februar 2018, 19 Uhr
Porgy & Bess, Riemergasse 11, 1010 Wien


Bodo Hell: lebt in Wien und am Dachstein. Prosa (intertextuell und der Faktizität verpflichtet), Radio, Theater, Schrift im öffentlichen Raum, Text-Musik-Performances, Essays zur bildenden Kunst, Fotos, Film, Ausstellungen, Almwirtschaft. Mit dieser extrem verdichteten Biographie beginnt die Homepage von Bodo Hell: einer der wirkmächtigsten austriakischen Literaten unserer Gegenwart. Dieser den sinnlich erfahrbaren Tatsächlichkeiten verpflichtete Zeichen-, Schrift-, Ton- & Wortsetzer hat nun im verdienstvollen »Verlag Bibliothek der Provinz / Edition Seidengasse« sein neuestes Werk veröffentlicht:

Kunstschrift Verni-Midi-Finissagen … (ISBN 978-3-99028-186-4)

»Bücher gab es schon vor der Erfindung des Buchdrucks, auch wenn sie zunächst die Form von Rollen hatten und erst allmählich zu dem wurden, was wir heute kennen. Das Buch, in welcher Form auch immer, hat der Schrift erlaubt, sich zu personalisieren: Es enthält eine Portion von kollektivem Gedächtnis, die jedoch unter einem persönlichen Gesichtspunkt ausgewählt worden ist.«

Umberto Ecco definiert Bodo Hells Kunstschrift kontrapunktgenau. Und weil es in diesem wunderbar kollektiven Buchgedächtnis keine Bilder zu beäugen gibt findet in den Räumen des Porgy & Bess eine Zurschaustellung einige jener Werke statt, welche Bodo Hell be- & umschrieben hat. Zur Ergötzung des Gemütes, zur Überprüfung Ihres persönlichen Gesichtspunktes, zur kollektiven Erbauung… : Herzlich Willkommen! (re_de)


Samstag, den 3. Februar 2018 : „Kunstschrift III“
Bodo Hell: Lesung, Elisabeth Harnik: Klavier

Statement: The nautilus is a nomad which explores the oceans on its vast journeys. It collects particles of each investigated place to build its shell, becoming a sort of collection of its explorations. Every year the shell forms and adds a new chamber. The old chamber is sealed and the animal moves into the new chamber... I see parallels in my artistic work as a composer and improviser to the journey of the nautilus. In both disciplines of composition and improvisation there is a drive for me to obtain something „new“ within a particular framework of conditions and thus to extend the boundaries. I consider composing and improvising as a kind of interplay between the calculated and the inconceivable: a reflexion about a developed sound vocabulary – be it via preconceived or spontaneous interventions – and a tracing of an inner response through listening deeply. I am in a permanent dialogue with my own repertoire and the associated possibilities of structuring time. This way of dedicated awareness of the material constantly accompanies my artistic process. (Elisabeth Harnik)

Eintritt: Pay as you wish an der Abendkassa bzw. 7,50.- € im VVK inkl. Sitzplatzreservierung

[Ankündigung Porgy & Bess]


Endlich ist der Band „Kunstschrift. Verni-Midi-Finissagen“ mit 90 Positionen diverser Künstlerinnen, zu deren Arbeiten (Leben und Werk) Bodo Hell Texte geschrieben und bisweilen gesprochen hat, erschienen: das hat einen Ziegel von 530 Buchseiten ergeben und reicht von Marina Abramovic bis zu Peter Zumthor, dazwischen zu einigen mittleren Zeitgenossen, aber auch zu Ausflügen in die anregende Vergangenheit (Greco, Lotto, Altomonte, Botticelli, Kirchner und Neidhartfresken…).

Die literarischen Zugänge zur Kunst sind divers und reichen von der Suaden am roten Faden, Litaneien, Bildbeschreibungen über Montagen und Wortbildungskaskaden bis hin zu ufernden Paralleltexten, anzüglichen Paar-Dialogen, strikt technischen Erörterungen (z.B. zum Tiefdruck) und einigen Nachrufen (davon erfreulicherweise nur wenige), und daß bis auf ein einziges verflochtenes Beispiel keine Bilder im Buch abgedruckt sind, könnte die Imaginationskraft der Leserinnen und Hörerinnen sehr wohl anstacheln bis extrem herausfordern.

War die damals frei konzipierte Bilder- und Objekt-Schau im Künstlerhaus (2013) mit Horror Vacui betitelt, könnte die Petersburger Hängung jetzt (Februar 2018) im Porgy&Bess konzentriert Locus iste heißen.

Viele der 90 künstlerischen Positionen aus der Kunstschrift dienen als Lese- und Hörstoff für Musikerinnen, wir bieten fürs erste an 3 Abenden Hellschen Wortaufwand am laufenden Band (unterstützt und überstürzt: 1 von Deppe/Bruckner-Impros, 2 von Hirschfisch-Liedern, 3 von Harnik-PräparInterventionen).

Etliche der Tag und Nacht ausgestellten Einzelstücke und Bild-Serien > sind (unerschwinglich bis extrem günstig) zu erwerben, einige wenige werden als spezielle Leihgaben des Autors gezeigt.

Der Eintritt an den 3 Abenden in die Strenge Kammer (um Lichtmess zum Free-Jazz!) liegt im Ermessen der Besucherinnen.

[Ankündigung Bodo Hell]

weitere Veranstaltungen >>