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Kurzbeschreibung

[Diese Publikation erscheint anlässlich der Ausstellung Radstadt oben und unten im Zeughaus am Turm Radstadt vom 29. Oktober bis 19. November 2020.
Zeichn.: Norbert Trummer.
Hrsg. von Elisabeth Schneider.
Mit Textbeitr. von Bodo Hell, Martin Hochleitner, Tom Lechner und Elisabeth Schneider.]



Radstadt, genannt auch „Die Alte Stadt im Gebirge“, erhielt aufgrund ihrer strategischen Bedeutung bereits 1289 das Stadtrecht verliehen. Die Bürger („Cives in Rastatt“) wurden ausgestattet mit städtischen Rechten und Freiheiten. Die Grenze zu Österreich und die an Radstadt vorbeiführende Römerstraße (von Aquileia nach Salzburg) führte zum beständigen Ausbau dieser Privilegien.
Seit Jahrzehnten ist es dem Kulturkreis Das Zentrum ein großes Anliegen, die Einzigartigkeit des historischen Altstadtkerns, Architektur und Baukultur in Radstadt zu thematisieren. Bedeutende Architekt*innen haben ihre Spuren hinterlassen, seit 1975 wird das Erscheinungsbild der Stadt von einer Ortsbildschutzkommission mitgeprägt.
Der Maler und Zeichner Norbert Trummer konnte sich in den letzten Jahren mit einem spezifischen Konzept in der österreichischen Gegenwartskunst positionieren: Er realisiert Bilderserien, die auf konkrete Ortserfahrungen eingehen und reagieren. Norbert Trummer, hat sich in den Monaten August und September 2019 als Artist in Residence in Radstadt aufgehalten.
Gemeinsam mit dem Kulturkreis Das Zentrum wurde ein Konzept entwickelt, die Stadt Radstadt zu porträtieren: Besondere architektonische Merkmale, historische Bausubstanz und die auffallende Topografie standen dabei im Mittelpunkt der Betrachtung. Norbert Trummer erforschte, erkundete und dokumentierte mit Buntstiften und Zeichenblock unsere Stadt, unsere Häuser und die Umgebung.
Entstanden ist ein bemerkenswertes Spektrum aus Sicht des beobachtenden Künstlers, wertfrei und dennoch mit sehr subjektivem Blick. Die Ästhetik des Zerfalls, der Widersprüche und der Harmonie ergeben ein Gesamtbild, das uns als Betrachter*in innehalten lässt, ein genaues Schauen fordert, die Liebe zum Detail in den Vordergrund spielt, neugierig macht und im besten Fall uns auf den Spuren des Malers Norbert Trummer die Stadt „neu sehen“ lässt.

(Elisabeth Schneider)