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Kurzbeschreibung

Der Roman schildert das Leben des Ehepaars Collberg in einer namenlosen Großstadt. Hans Collberg ist dort ein bekannter Insektenforscher und hat sich mit den Jahren ernüchtert von der Welt abgewandt. Seine Frau Ellen ist das Gegenteil davon, sie nutzt die Vorteile des Lebens.
„Survival oft the Fittest“ heißt es bei Herbert Spencer (1864) – und dieser Satz ist Ausdruck der Darwin’schen Evolutionstheorie, mit der sich der Forscher Hans Collberg beschäftigt: Nur die Individuen, die sich anpassen, überleben. Doch der Forscher hat keine Ahnung, welch gerissene Lebenskünstlerin seine Frau in diesem Zusammenhang ist. Längst pflegt sie ein Doppelleben. Nachdem neue Nachbarn in das Haus gegenüber einziehen und in Collbergs Garten sehen können, gerät das über Jahre entstandene Lebensgerüst des Ehepaars ins Wanken. Sie fühlen sich rund um die Uhr wie unter einem Mikroskop beobachtet. Als sie in einer Nacht auch noch versehentlich den Hund der neuen Nachbarn überfahren, beginnt eine entlarvende Dynamik des Vertuschens und Verstellens in ihrer Beziehung. Nach langer Zeit, mitten in ihrer ganzen Ausweglosigkeit, finden sie wieder ganz zärtlich Worte für einander, die sie längst verloren glaubten. Doch es sind Worte, die nicht mehr für die Zukunft ihrer Ehe ausreichen. In diesen Passagen ist der Roman eine Persönlichkeits- und Beziehungsstudie, streckenweise auch eine Abhandlung über das Älterwerden. Der Autor verbindet seine Geschichte mit der archaischen Welt der Naturforschung:
„… als seien die Worte, die zwischen ihnen hin und her gehen, flirrende Insekten, die von irgendwoher aus der Nacht kommen. Er stellt sich vor, sie reden schwarze Insekten. Er muss immer wieder daran denken. Er versteht etwas von Insekten ...“