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Kurzbeschreibung

Aus dem Haustor trat eine etwa fünfzigjährige auf Krampfadern wandelnde Frau, welche mehr breit als hoch zu sein schien. Aber sie war nicht fett, sondern stämmig, sie hatte ihre Unterarme vor der Schürze verschränkt und ihre Beine leicht gespreizt im Boden versenkt. Der Hund hatte sich neben sie gesetzt, und so standen, bzw. saßen sie dort – wie angewachsen im Nachmittag.

Die Fürsorgerin kroch mit „Ähs“ und „Ahs“ aus dem Wagen, klappte den Sitz nach vorne: „Aussteigen“. Ohne „Ähs“ und „Ahs“ kroch Franzi ihr hintenach. „Frau Mehringer?“, fiepste die Fürsorgerin in Richtung der Bäuerin und dem Hund. „Ja“, sagte jene. Das war es auch schon wieder. „Jaha… ich bin die Fürsorgerin und bringe den Buben… wie vereinbart. Schiestl, Jugendamt Graz, Fürsorge Graz, Bezirkshauptmannschaft Graz, Jugendwohlfahrt Graz“.

Währenddessen musterte die Bäuerin den Buben, als schiene sie zu überlegen, ob es besser sei, ihn vor einen Pflug oder Heuwagen zu spannen. „Ah“, sagte die Bäuerin. „Viel ist an dem Krispinderl nicht dran“.