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Kurzbeschreibung

[Umschlagabbildung: »Sub septendrionibus« (lat., unter dem Siebengestirn, im Norden). Den Großen Wagen symbolisieren 7 tote Amphibien, die unter einem solchen zu Tode gekommen sind (150 x 100 cm, Sand auf Leinwand, Ausschnitt). Aus der Ausstellung »Zwei Leben« von Bernhard Seidel, Gmünd 2018.]

Dr. Seidel ist nicht nur als Wissenschaftler auf den Feldern der Ökologie tätig, sondern auch organisatorisch und künstlerisch, dies immer auch mit Bezug auf den Umweltschutz. Ganz gewiss wäre eine Auszeichnung im Sinne des von Prof. Lorenz so hervorragend vertretenen Gedankens der Einheit von naturschützerischem Bemühen und persönlichem Leben zugunsten und im Einklang mit ökologischen Ideen und Forschungen.

(Günther Nenning, Wien, den 7.7.1994)



(…) Die Methode einer simplen Betrachtung erscheint hilfreich, da nicht nur unsere vermeintlich hoch aufgeklärte abendländische Kultur den Diskurs zwischen Ökologie und Umwelt einerseits, sowie über Ökonomie und Wirtschaft andererseits bisher nicht auf eine plausible Schiene gebracht hat. Vielmehr wird auf Basis einer »nicht ungewollten« Verkomplizierung die Verwässerung der Begriffe betrieben. Das geschieht fast immer aus materiellen Überlegungen heraus, die dann auch die wirtschaftlichen Antworten forcieren, obwohl unser aller Leben langfristig auch etwas gegensätzlich Anderes zu seiner Existenz bräuchte. Vordergründig trachten wir alle nach einer materiell existenziellen Strategie, die sollte aber langsam mehr und mehr in den Hintergrund unserer Köpfe treten. Letztlich steht an­sonst unser Dasein als Menschheit auf dem Spiel, weil uns die schlechter werdenden Umweltbedingungen bedrohen. Würden aber merkbare wirtschaftliche Rückschritte nicht umgehend politische Krisen auslösen? Könnte es sein, dass das Gelingen dieser Welt vom Verhalten der Konsummassen abhängt? Halten es deren übergeordnete kapitalistische Wettbewerber für gut, wenn auch sie an den Rand eines globalen Absturzes treiben? (…)

(Bernhard Seidel in der Vorbemerkung)