Warenkorb
0€ 0

Kurzbeschreibung

[TITEL IN VORBEREITUNG. ÄNDERUNGEN VORBEHALTEN. DETAILS FOLGEN.]


[Audio-Datei folgt.]
TISENJOCH
AUFSTIEG ZUR FUNDSTELLE
EINE AKUSTISCHE REKAPITULATION
Hörstück von Bodo Hell (Text)
und Martin Leitner (Ton)
mit diversen Realisationsangaben


Stimmen: Anne Bennent (Gefährtin/Tödin), Bodo Hell (Hirt und Jäger)

im Originalton: Hans Haid, Elmar Horrer, Heidi vom Tisenhof, Kaoko Amano, Elsbetta Wallnoffer u.a.

Komposition/Musik: Angélica Castelló
Schnitt: Manuel Radinger
Assistenz: Shenja von Mannstein
Idee/Dramaturgie: Edith-Ulla Gasser
Regie: Bodo Hell
Produktionsleitung: Stefanie Zussner
Produktion: ORF Ö1 2016



Zur Vorbereitung des Hörstücks mit dem Titel Tisenjoch sind der (ambitionierte) Tonmeister Martin Leitner und der (höhenerfahrene) Autor und Alpenhirt Bodo Hell im Sommer 2016 (also 25 Jahre nach der Auffindung der Gletscherleiche) 2x in die Ötztaler/Schnalstaler Alpen emporgestiegen, das zweite Mal auf dem vom Eismann vermutlich benützten letzten Weg zur späteren ÖtziFundstelle am Tisenjoch, das in Text und Tonspur umgesetzte Ergebnis ihrer umfänglichen Recherche (auch bei Gewährsmännern und Frauen, InformationsStelen und Museumstexten vor Ort) könnte so beschrieben werden:

– ein vorgestellter ÖtziGeist (dem Bodo Hell seine Stimme leiht) entfaltet im ersten monologischen Teil des Hörstücks (nach einer heutigen brachial geräuschvollen Alpenüberquerung mittels MotorradEnergie) einen Großteil jener Tatsachen, Nachstellungen, Textbelehrungen und Theorien, die inzwischen über ihn (den Eismann) und seine möglichen Lebensumstände zur Kupferzeit im Umlauf sind (auch mit passenden O-Tönen und dem Ausdruck bisweilen heiterer Skepsis unterfüttert)

– der EismannGeist (Bodo Hell) spricht dann in einem kurzen Übergangsdialog mit der jetzt auftauchenden Stimme seiner Tödin (Anne Bennent) über andere Arten von Unsterblichkeit sowie möglicher Auferstehung fernab von Mumifizierung und Konservierung, und verfolgt

– im dritten (gestrafften und mehrfach verzahnten) Abschnitt diesen seinen eigenen finalen Aufstiegsweg (in heutiger unwegsamer und unmarkierter Direttissima zum Tisenjoch) noch einmal gemeinsam mit seinem (weiblichen) Tod, und zwar in detailliert vorgestellten topografischen Einzelheiten (der Weideflächen des Tisentals, eines Nebentals des Schnalstals) zu jenen Übergängen hinauf, wo auch heute noch alljährlich 1000e Schafe hinüber- und herübergetrieben werden, wobei dieser vorgestellte gemeinsame Aufstieg quasi als Bemühung um die (mag sein schamanistische) Einholung einer fliehenden Seele vor deren endgültigem Übergang ins Jenseits erfolgt (die Umstände des stattgehabten realen Todes werden dabei nicht mehr angesprochen, das gemeinsame Ankommen am Tisenjoch könnte nämlich auch die Rettung bedeuten und eine Verklärung des realen Leibes symbolisieren, dann würde sogar der mumifizierte Leichnam aus dem Museum in Bozen als Ausstellungsstück verschwunden sein)

– musikalisch unterstützt wurde das Team von der mexikanischösterreichischen Komponistin und PaetzoldBlockflötenspielerin Angélica Castelló, um gemeinsam mit ihr in intensiver Studioarbeit (Martin Leitner, Manuel Radinger, Shenja von Mannstein) den nötigen halluzinatorischen Rahmen im Hörraum zu so einer akustischen Rekapitulation auszuspannen

– die Komplettierung des Themenkomplexes in Schriftform erfolgt durch InterviewTranskriptionen (Hans Haid, Elmar Horrer, Heidi vom Tisenhof), weiters durch spezielle topografische Blickpunkte samt vor Ort aufbereitetem, substanziellem Ötzi-Material

(Bodo Hell in der Vorbemerkung)