Warenkorb
0€ 0

Kurzbeschreibung

[Hrsg. von d. Landesgalerie Linz u. d. Salzburg Museum]


Das vorliegende Buch beschäftigt sich mit den Beziehungen von Alfred Kubin zu Stadt und Land Salzburg. Hier verbrachte der am 10. April 1877 in Leitmeritz in Nordböhmen geborene Künstler große Teile seiner Kindheit und Jugend, bevor er seine künstlerische Laufbahn in München einschlug, 1906 nach Zwickledt in Oberösterreich übersiedelte und dort nach über fünf Jahrzehnten intensiven Schaffens als Zeichner und Illustrator am 20. August 1959 verstarb.

Die Salzburger Jahre Kubins datieren mit kurzen Unterbrechungen von 1879 bis 1898. Sie sind mit der Stadt Salzburg und mit Zell am See im Pinzgau verbunden. Beide Orte waren für Kubin eine emotional aufgeladene Heimat, an die er in seinen Lebenserinnerungen sowohl positive Erlebnisse, Entdeckungen und Anekdoten als auch traumatische Krisen und Schicksalsschläge knüpfte. Zu den dunkeln Seiten zählten u.a. der frühe Tod der Mutter 1887, das schulische Scheitern, die Spannungen mit dem Vater, die Erfahrung eines Missbrauchs und sein Selbstmordversuch im Alter von 19 Jahren.

Viele Erfahrungen aus der Salzburger Zeit prägten Kubin ein Leben lang. Sie wurden Teil seines künstlerischen Schaffens, seiner Bildwelten und seiner fortlaufenden biografischen Erzählungen. Auch stand Kubin später bis zu seinem Tod mit Salzburg in Verbindung. Sein Werk wurde mehrfach hier ausgestellt, publizistisch wahrgenommen und gesammelt. Er pflegte Freundschaften und Künstlerkontakte. Er urlaubte in Salzburg, wurde von Freunden als „alter Salzburger“ bezeichnet und anlässlich seines 80. Geburtstags als eng mit Salzburg verbundener Meister geehrt. (…)

Die Publikation versteht sich als eine Erzählung, die Bekanntes, Vergessenes und Wiederentdecktes sowie Gefundenes als personen und ortsbezogene Kunstgeschichte neu zusammenführt. Sie fokussiert Salzburg in den folgenden Kapiteln im Lebensfluss Kubins und im Kunstfluss seines Werks. Sie sucht nach Augenblicken auf seine Arbeiten und Sichtbarkeiten seiner Position in Salzburg. Sie beschreibt das Wesen von Kubins Heimaten unter besonderer Berücksichtigung des Pinzgaus und der Mozartstadt. Sie dokumentiert die posthume Wahrnehmung und Wertschätzung seiner Kunst, um schließlich in der Biografie noch einmal wesentliche Bezüge zu Salzburg eigens herauszuarbeiten. (…)

(Martin Hochleitner in der Einleitung)