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Kurzbeschreibung

Rasmus steht – seit Langem wach –
draußen vor dem Elternhaus.
Ein bisschen ratlos sieht er aus.
Es ist noch früh, die Stadt erwacht.
Ein pfeifend feiner Wind, ganz sacht,
bewegt – wo tratschend Vögel sitzen –
die nadeligen Tannenspitzen.
Weit und weiß der Horizont …
etwas ist anders als gewohnt.

In der Küche himmlische Gerüche.
Rasmus schnuppert mit Genuss,
so sehr, dass Mama lachen muss.
Aufgeregt wippend sitzt auf ihrem Schoß
Schwester Ronja. Was hat sie bloß?
»Rasmus!«, ruft sie überdreht,
»weißt du, was in der Zeitung steht?«

Sie schnappt die Zeitung, hält sie ihm hin,
ein großes Bild sieht er darin:
gespenstisch rund, ein voller Mond!

»Heut Nacht, da lassen wir unsere Stimmen klingen,
wenn wir hinauf zum Vollmond singen!«,
verkündet Mama in feierlichem Ton,
nimmt die Zeitung und liest auch schon:

»Vollmond, heut Nacht! Es komme, wer kann!
Auf der Bergspitze wird gesungen
und das Tanzbein geschwungen.
Lasst uns den Mond gemeinsam ehren,
uns allen eine unvergessliche Nacht bescheren.«