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Kurzbeschreibung

[Mella Waldstein, Text. Gregor Semrad, Photographie. Erich Giese, Illustration.]

Nichts prägt die Landschaft der Wachau stärker als die Steinterrassen. Auf ihnen gedeihen die Trauben für den weltberühmten Wachauer Wein. In sieben Kapiteln werden das Entstehen der trocken geschichteten Mauern und der Arbeitsalltag in diesen exponierten Weingärten beschrieben; Geologie, Flora und Fauna sind dabei ebenso bemerkenswert wie kulturgeschichtliche Besonderheiten. Eine praktische Anleitung für den Trockenmauerbau ergänzt das reich ausgestattete Landschaftporträt.

Die trocken geschichteten Weingartenmauern geben der Wachau ihren einzigartigen Charakter. Sie sind elementarer Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes. Sie zeugen vom unermüdlichen Fleiß, dem Berg Meter um Meter abzuringen. Sie wuchsen über die Jahrhunderte. Mit der Besiedelung des Donautals durch bayerische und Salzburger Klöster begann die Terrassierung der Berghänge. Im 15. Jahrhundert erreichte das Weinbaugebiet seine größte Ausdehnung.
In der Folge wurden die mittelalterlichen Trockenmauern über Generationen immer wieder ausgebessert und erneuert und stellen ein lebendiges Nebeneinander dar – vom 12. Jahrhundert bis ins neue Jahrtausend.
Das Buch beleuchtet die Lebensräume in den Trockenmauern, die reichhaltige Flora und Fauna sowie das Ökosystem eines Weinberges. Wissenswertes über die Kultur- und Naturgeschichte, die Geologie, den historischen Weinbau und die Wirkung des Steins auf den Wein fügt sich zu einem lebendigen Bild der Wachauer Weinlandschaft.



Rezensionen
Andreas Kompek: Mella Waldstein/Gregor Semrad, „Stein auf Stein“

Das Buch ist eine Hommage an die Wachau, eine äußerst professionelle, stimmige und gelungene Melange von grandiosen Bildern der Wachau und pasenden Texten, eine wirklich gelungene Symbiose. In diesem Buch werden die Lebensräume in den Trockenmauern beleuchtet, Flora, Fauna und das Ökosystem eines Weinberges ausführlich behandelt. Man erhält interessante Infos über die Kultur- und Naturgeschichte, die Geologie oder etwa darüber wie der Stein an sich auf den Wein wirkt. Mella Waldstein schreibt sehr treffend: „Die Terrassenmauern geben der Wachau ihr unverwechselbares Gesicht. Sie ringen auf steilen Wegen dem Berg Zeile um Zeile ab. Die Mauern ziehen sich wie Lebenslinien die Hänge entlang …“. (S. 11) Der Weinbau hat ja in der Wachau eine lange Tradition und ist prägend für die Landschaft. Man trifft in der Wachauer Terrassenlandschaft neben der Smaragdeidechse auch Vögel an, die auf der sogenanngten „Roten Liste“ stehen, wie etwa Heidelerche, Wendehals, Bienenfresser oder Zippammer. Heimisch sind weiters etwa die Gottesanbeterin oder die Äskulapnatter. Die Kunst, Trockenmauern zu errichten, kommt im Buch ebenso vor wie die Weingartenhütten und die Weingartenhüter, die Hiata. Dieses Buch ist ein Muss für alle Wachauliebhaber!

(Andreas Kompek, Rezension in: Das Waldviertel, 62. Jahrgang, Heft 1/2013)