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Geschichte des Verlags Bibliothek der Provinz

Als offizielles Gründungsdatum des Verlages „Bibliothek der Provinz“ kann der 29.8.1989 genannt werden, die Anmeldung als Gewerbe. Der Name deutet jedoch bereits darauf hin, dass sich der Verlag in seiner Konzeption nicht auf einen Gründungstag zurückführen lässt. Richard Pils, vormaliger Volksschuldirektor und nun Verleger, wollte seine Bibliothek erweitern, wollte ihr Bücher zugesellen, die es als solche noch nicht gab, die erst realisiert werden mussten. Das erste Projekt dieser Reihe war „Kefermarkt in Sagen, Erzählungen und Andeutungen. Sagen(haftes) zum Mühlviertel“, ihm folgten weitere Sagenbücher, Belletristik, Kunstbände und vieles mehr. Schwerpunkte bildeten dabei österreichische Literatur und Belletristik, Regionalia, schön und aufwändig gestaltete Foto- und Kunstbände sowie in letzter Zeit vermehrt Kinderbücher, die nicht dem Mainstream der Bilderbücher folgen, sondern sowohl inhaltlich als auch in der Illustration Lücken in den Bücherregalen füllen.

Publiziert wird, was der „Bibliothek der Provinz“ gefällt und fehlt. Sitz des Verlages ist das obere Waldviertel, die so genannte „Provinz“, die gerade durch die Distanz zum reich verknüpften und institutionalisierten Buchbetrieb der Großstädte als Ideengeber und Konzeptentwickler fungiert. Neben der Produktion von Büchern liegt ein wesentliches Anliegen des Verlages darin, die Bücher, ihre Autoren, die bildenden Künstler und die Rezipienten zusammenzubringen und damit zu einem fruchtbaren Austausch anzuregen. Dazu dienen Buchmessen, Lesungen und vor allem das groß angelegte jährliche „Poetenfest“ auf der Burg Raabs an der Thaya. Dabei bereichert das Ambiente der Burg die literarische und künstlerische Vermittlung, diese führt wiederum zu einer Belebung einer historisch und baulich bedeutenden Burg Österreichs.