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Veranstaltungen

Ö1-«Menschenbilder» über den Maler und Zeichner Roman Scheidl

So 01. Jan 2017 um 14:05 bis So 01. Jan 2017 um 14:55

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Ort:

ORF Radio Österreich 1, diverse terrestrische Frequenzen oder via Livestream im Webradio und nach Ausstrahlung dann sieben Tage (bis 8. Jänner 2017) zum Nachhören über den Ö1-Player

Kurzbeschreibung

Menschenbilder
Sonntag, 1. Jänner 2017, 14:05 bis 14:55 Uhr


„Es fasziniert mich, dass ich überall und über alles mit dem Pinsel sprechen kann“ - der Maler und Zeichner Roman Scheidl.

Gestaltung: Petra Herczeg und Rainer Rosenberg


Bereits mit 12 Jahren hatte Roman Scheidl einen Berufswunsch: Er wollte Maler werden. Mit 20 Jahren beginnt er dann auch sein Grafikstudium bei Professor Max Melcher an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Roman Scheidl, der 1949 in Niederösterreich geboren wurde, ist mit seiner Familie - der Vater war als Filmjournalist tätig - öfter umgezogen, die Stationen der Familie waren München, Berlin und Wien. Die geografischen Stationen haben sich auf das Werk von Scheidl ausgewirkt, das zwischen unterschiedlichen kulturellen Bezugsgrößen angesiedelt werden kann.

Bereits als 27-Jähriger hat Scheidl eine erste Einzelausstellung „Hauseinsturz - Niedergang einer Hochkultur" in der Grafischen Sammlung Albertina in Wien, weitere Ausstellungen in Stockholm, New York, Köln und in der Schweiz folgen. Der „österreichische Weltbürger" Scheidl, der Ateliers in der Schweiz und in Paris hatte, fühlte sich aber immer auch seinen familiären Wurzeln und der Zeit, die er mit seiner Großmutter in der Umgebung von Laxenburg und Wienerwald verbrachte, verbunden. Scheidl begeistert sich nicht nur für die Malerei, sondern auch für die Popkultur und spielte gemeinsam mit Lukas und Willi Resetarits in einer Band.

Einer der vielen Zugänge zu seinem Werk ist die fernöstliche Philosophie und Kunst, seine Aufenthalte in Japan waren für ihn wichtig, ebenso die Begegnungen mit Josef Beuys und Harald Szeemann. Seine Kunst ist auch Bewegung - in den 1970er Jahren begann er, Tanz-Performances live malerisch zu begleiten.

Eine Einordnung von Scheidl fällt schwer - bei ihm findet vieles Platz: die Abstraktion genauso wie die Figuration. Bei dem Projekt „TAMAMU" arbeitet Scheidl mit der Künstlerin Katharina Puschnig auf der Bühne und gemeinsam entstehen unterschiedliche Performances. Tanz, Bewegung und Raum spielen im Werk von Scheidl eine wichtige Rolle, auch wenn für ihn Bilder immer stärker sind als die Realität. Eine seiner letzten Ausstellungen trug den Titel „Das Schöne und das Schreckliche" und zwischen diesen Polen bewegt sich das Werk des Künstlers, das sowohl das Grauen als auch das Schöne hervorbringt und reflektiert. Der „Maler-Philosoph" hat nicht nur mit Radiernadel, Bleistift und Pinsel gearbeitet, sondern neben seinen zeichnerischen Live-Performances mehr als 100 Kurzfilme gestaltet.



Foto: © Moritz Nachtschatt, 2015



Roman Scheidl im Verlag Bibliothek der Provinz:

Die Malerfalle | A painter's trap
ISBN 978-3-85252-905-9

Hokusai & Roman Scheidl
ISBN 978-3-85252-595-2

Pinselschriften | Brushstroke
ISBN 978-3-85252-508-2

Romantik
ISBN 978-3-902416-56-8

Welt-Bilder
ISBN 978-3-85252-808-3

Die verdichtete Zeit | Compressing time
ISBN 978-3-99028-439-1

Das Schöne und das Schreckliche
ISBN 978-3-99028-567-1

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