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Veranstaltungen

Lesung aus Anna Kristek-Laimers »Der Hof in Windhag« in Bad Ischl

Mi 10. Jun 2015 um 19:30

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Ort:

Pfarrheim Bad Ischl
Auböckplatz 6c
4820 Bad Ischl

Kurzbeschreibung

Wolfgang Pfarl liest aus »Der Hof in Windhag« von Anna Kristek-Laimer


Musikalische Umrahmung: Rußbacher Hansi

Im Anschluss gemütliches Beisammensein


Veranstalter: Öffentliche Bibliothek der Pfarre Bad Ischl
Eintritt frei



Anna Kristek-Laimer
Der Hof in Windhag
Verlag Bibliothek der Provinz
ISBN 978-3-99028-317-2


Ihr Hof ist der älteste unter den Bauernhöfen der Umgebung. Er steht auf einer Anhöhe und ist gegen den Süden zu von dichtem Fichtenwald umgeben. Sonst ist der Ausblick frei, nach Osten, Westen und Norden. Ein alter Weinstock rankt sich an seinen Mauern bis zum Holzgang über der Haustüre empor.

Vor etwa neun Jahrzehnten kam an einem sonnigen Frühlingstag das Unheil zu den Ernsten und will seither nimmer weichen, bis zum heutigen Tag. Jäher Tod und mancherlei andere Heimsuchung behaupten ihr Hausrecht in seinen Mauern. Das Leben seiner Menschen ist schwer und macht sie hart.

Aus dem Schicksal der Ernstleute, von dem die Chronik berichtet, ragt das der Tochter Burgi hervor. Sie ist eine starke Seele und kämpft tapfer gegen das Verhängnis, das immer wieder von neuem seine Schatten über dem alten Hof ausbreitet.

Bis zu ihrem Lebensende bleibt sie „das singerische Ernstdirndl“, nimmt alles, was an Heiterkeit und Schönheit an sie herankommt, in ihre Seele auf, ist voll lustiger Einfälle, Sprüche und Lieder. Ihr helles Lachen vertreibt oft die Geister der Finsternis und triumphiert über ihre Macht. In ihrem Gedächtnis ist auch vieles verzeichnet, was im Ernsthof, in Windhag, in der nächsten und weiteren Umgebung geschehen ist und was sie selbst von alten Leuten erzählen gehört hat.

Wenn sie anfängt aus ihrem Leben und das der anderen Menschen ihrer Zeit zu berichten, ist es, als würde ein großes, meisterlich geschriebenes Buch mit wunderbaren Abbildungen von natürlicher Farbenschönheit aufgeschlagen: da sind die uralten, moosbewachsenen Fichtenbäume und die seltenen Blumen am Leonsberg, die aus Steinen und Lehm mühsam zusammengefügten kleinen Almhütten und die Sennerinnen, die im Morgengrauen, jede mit einem anderen Ruf, das Vieh von der Höhe heimlocken. Im Tal aber leben und sterben die Menschen in ihren Höfen. Bei Kindsnöten, Hochzeiten und wenn eins krank wird, kommt die Meislmoam ins Haus. Zu Weihnachten zieht Weihrauchduft durch alle Räume, und vor der alten Krippe, die vom Unterdach herabgeholt wird, brennt die große Kerze. Aber auch allerhand lustigen Schabernack gibt es, wenn die närrische Aicht kommt …

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