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Kurzbeschreibung

Frieda und Fred Fasnacht leben nach außen hin unauffällig in einer süddeutschen Stadt. Doch Fred wird immer mehr vom Roulett elektrisiert. Er spielt ein todsicheres System, aber seine Zahlenkolonnen führen direkt ins Unglück. Er reißt Frieda in seinen Schuldenstrudel mit hinein. Sie weiß, Fred wird erst vom Roulett-Tisch aufstehen, wenn er das ganze geliehene Geld verspielt hat. Wo alle Hoffnungen zerbrechen, gibt es nur mehr Alltagsverfinsterungen inmitten einer hämischen Umgebung. Nach Selbstmordversuchen, Aufenthalten in der Psychiatrie und der Scheidung begreifen beide: Sie können noch mehr verlieren als Geld. Sie leben nun getrennt, aber der Hass bleibt. Fred hat sich an den Stadtrand verkrochen, sucht Arbeit und sinnt auf Rache. Gläubiger verfolgen Frieda. Die größte Angst hat sie vor Fred, doch sie kann mit keinem darüber sprechen, auch nicht mit ihrer Mutter Theresia Wildt, die einem religiösen Wahn verfallen ist. Es gibt für Frieda schließlich keinen Ausweg mehr als Fred umzubringen. Aber alles hat dann eben doch nicht seine Zeit.

Mit überwacher Genauigkeit beschreibt Ria Endres die zusammenbrechende Alltagswelt ihrer Figuren. Es entstehen beeindruckende Szenen, die den Leser mitten hinein in eine abgründige Wirklichkeit führen. Dabei entfaltet sich auch ein detailreiches Panorama der 1980er Jahre.