Warenkorb
0€ 0

Kurzbeschreibung

Es war einmal ein tiefer dunkler Wald. Darin lebten viele Tiere und auch einige Menschen. Am meisten aber brachte er Pflanzen hervor. Bäume, riesengroß, die ein grünes Dach bildeten, dass der Himmel an vielen Stellen gar nicht zu sehen war. Buschwerk aller Arten, mit großen Blättern und kleinen zitternden Blättern, darin der Wind säuselte oder pfiff.

Wenn ein Hase vorbeihüpfte, dann raschelte es, und manch einer, der entlang des schmalen Weges ging, der oft auch kaum noch erkennbar war, fasste einen Schrecken aus. Denn über allem und in allem herrschte eine große Stille. Die Schritte eines Holzarbeiters oder Beerensammlers oder Pilzesuchers waren auf dem sanften Moos dazwischen ja auch nicht zu vernehmen. Nur wenn ein Jäger kam, brach da ein Holz, kollerte dort ein Stein, weil sich ein Reh auf der Flucht befand oder eben der Hase von vorhin.

Und wer kam, der liebte die Ruhe, die Schönheit, die vergessene Zeit, die kaum verging. Selbst die Nacht ließ sich traumverloren und entspannt in dem Wald nieder. Dann war er noch eine Spur dunkler als am Tage, und man ahnte nur das satte Grün, das er ausstrahlte.

Kein Wunder, dass der König stolz war auf seinen Wald. Wie genau achtete er darauf, dass es dem ganz besonderen Ort gutging. Wie an ein Lebewesen dachte er an ihn. Er war ja auch ein einmaliger Organismus, ein unglaubliches Gebilde. Geht’s dem Walde gut, geht’s uns allen gut, das war sein Wahlspruch. Mein Waldspruch, murmelte er dann zufrieden.