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Kurzbeschreibung

[Hrsg.: Christian Teissl, Koordination u. Projektleitung: Peter Leisch]
[Ill.: Wolfgang Hanghofer]


Mit Textbeiträgen von Isabella Breier, Angela Flam, Karl-Markus Gauß, Wolfgang Hanghofer, Mario Keszner, Peter Kraft, Alexander Krispel, Peter Landerl, Sibylle Lang, Gregor M. Lepka, Christine Mack, Dominika Meindl, Birgit Müller-Wieland, Florian Neuner, Judith Pouget, Wilhelm Rager, Stefan Reiser, Katharina Riese, Birgit Rivero, Waltraud Seidlhofer, Renate Silberer, Peter Sommerfeld, Silvana Steinbacher, Christian Teissl, Richard Wall, Andreas Weber, Peter Wenzel, Bernhard Widder, Georg Wilbertz, Friedrich Christian Zauner.


Rezensionen
Büro Linz Kultur: Facetten 2016 - vielseitig und lebendig

Texte von Linzer und oberösterreichischen AutorInnen im Literarischen Jahrbuch der Stadt Linz herausgegeben.

Einmal mehr werden die „Facetten“ ihrem Titel gerecht: In der ästhetischen und thematischen Vielfalt der Beiträge - vom Tagebuchfragment bis zur Kurzgeschichte, von der lyrischen Momentaufnahme bis zum Dichterportrait, vom lustvollen Spiel mit Zitaten bis hin zu Probebohrungen auf fremdem Terrain - spiegelt sich die ganze Vielseitigkeit und Lebendigkeit der oberösterreichischen Gegenwartsliteratur.

In der soeben erschienenen Ausgabe zeichnet zum ersten Mal der Grazer Kulturpublizist Christian Teissl als Herausgeber für die Textauswahl und deren Zusammenstellung verantwortlich. Er hat aus insgesamt 53 eingereichten Texten 27 Beiträge zur Veröffentlichung ausgewählt. Künstlerisch gestaltet wurden die Facetten heuer von Wolfgang Hanghofer.

„Die hervorgehobene Vielfalt der literarischen Aussage und der Reichtum an Möglichkeiten sind ein Kennzeichen der Facetten“, schreibt Christian Teissl in seinem Vorwort. Dieser Jahrbuch war von Anbeginn weder zur bloßen Spielwiese für den Nachwuchs noch zum exklusiven Tummelplatz der Etablierten bestimmt, vielmehr zu einem Ort, an dem alle Autorengenerationen einander begegnen. Es erhob nie den Anspruch, literarische Rangordnungen zu erstellen oder festzuschreiben, nach dem heute gängigen Muster der „fünfzig schönsten Gedichte“, sondern liefert Jahr um Jahr eine Momentaufnahme der literarische Region.

„Dabei musste es den sprichwörtlichen Mut zur Lücke immer wieder aufs Neue beweisen und immer wieder aufs Neue das Risiko eingehen, ästhetische Positionen, die miteinander unvereinbar sind, zwischen zwei Buchdeckeln zu vereinen, aus literarischen Antipoden Nachbarn zu machen und sie Seite an Seite zu präsentieren, in dem sicheren Bewusstsein, dass die Literatur einer Epoche keineswegs nur eine wahllose Ansammlung von Texten ist“, so Teissl.

[…]

(Büro Linz Kultur, Einschaltung in: Oberösterreiche Nachrichten, 12. November 2016, S. 28)