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Geh hin, wo der Pfeffer wächst | Oh to be where the pepper grows

Reisenotizen aus Nepal und Indien | A travelogue from Nepal and India

Erika Hager

ISBN: 978-3-99028-491-9
19 x 12 cm, 174 S., zahlr. Ill.: vierf., Broschur; Text dt. u. engl.
€ 18,00
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Kurzbeschreibung

»Geh hin, wo der Pfeffer wächst« gibt unserer humanitären Verpflichtung zu "weltweiter Bildung" und Bildung zur Nachhaltigkeit eine überzeugende Stimme. Mit der Verkauf des Buches wird das Projekt "AIDS-Waisenkinder in Theni", Südindien, unterstützt.



Bücher können Freunde sein, wegbegleitend, ermutigend, inspirierend. Als ich in meiner Jugend „Sieben Jahre in Tibet“ von Heinrich Harrer in die Hände bekam und mit Faszination verschlang, stillte es vor allem meine Sehnsucht nach der Fremde und dem Unbekannten, und entflammte mein Verlangen nach fernen Abenteuern. Ich ahnte damals nicht wie sehr diese geistige Begegnung mit den Menschen und der Landschaft des Himalayas mein Leben beeinflussen würde.

Viele Jahre später war ich eine von sieben Freunden, die Tony Bellette, einer meiner ehemaligen Universitätsprofessoren in Calgary, zu einer Trekkingtour in Nepal einlud. Geplant war eine Wanderung von Jiri bis zum Fuß vom Mt. Everest und ein Rückflug von Lukla nach Kathmandu. Um die Weihnachtszeit ist das Wetter ideal für klare Fernsicht in den Bergen und auf den sonnigen Terrassenhängen herrschen angenehme Tagestemperaturen.

Zur Akklimatisierung verbrachten wir einen extra Tag in der Hauptstadt, den ich dazu benutzte, um nach Bhaktapur zu fahren, neben Kathmandu und Patan, eine der drei Königsstädte. Ich fuhr mit einem funkelnagelneuen chinesischen Fahrrad und orientierte mich an den elektrischen Kabeln für die Bustrolleys, eine sichere Wegführung für jene die nepalesische Verkehrsschilder nicht lesen können. Außerdem war die Langsamkeit der Fortbewegung auf dem Rad angepasst an mein Wahrnehmungsvermögen in dieser neuen, wunderbaren Umgebung. In Bhaktapur haben mich eine Schar von Buben umzingelt, mit Stolz das Fahrrad übernommen zum Schieben und mir eine erstaunliche Führung durch die Stadt geboten. So bekam ich nicht nur die Tempel zu sehen, sondern auch die Hinterhöfe, wo Wolle gefärbt wurde oder Menschen ein Bad nahmen. Nach meiner Rückfahrt habe ich noch ein paar Briefe aufgegeben in Kathmandu und in diesen Augenblicken hat jemand das Rad dann mitgenommen – eine direkte Entwicklungshilfe, dachte ich mir.

In den achtziger Jahren gab es in Nepal nur wenige Straßen – eine von Kathmandu nach Süden Richtung Indien, nach Westen bis Pokhara, und nach Osten bis Jiri, der Rest des Landes konnte nur ergangen werden. Wir sind unterwegs mit Sherpa AngKami, Portern, die die Zelte tragen und mit einem Koch …