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Kurzbeschreibung

Der Zweite Weltkrieg geht am 8. Mai 1945 zu Ende. In den darauf folgenden Monaten werden die Angehörigen der deutschsprachigen Minderheit aus ihrer böhmischen Heimat, nun teil der neu gegründeten Tschechoslowakischen Republik, vertrieben. Dies der historische Hintergrund, vor dem sich ein entscheidendes Kapitel im Leben der Autorin abspielt. Denn Wolftraud de Concini ist eine von den drei Millionen "sudetendeutschen" Heimatvertriebenen.
Jahrzehnte nach der Vertreibung kehrt sie in ihr Geburtsland Böhmen zurück: Anstoß zu einer Suche nach ihren Wurzeln, zur Suche nach Antworten auf die Frage, ob dieses Böhmen/Tschechien heute (wieder/noch) ihre Heimat ist, ob sie die Tschechen als Landsleute empfindet, ob sie von ihnen als Landsmännin empfunden wird. Sie beginnt sich zu erinnern, sucht alte Familienfotos und Papiere zusammen, fängt an aufzuschreiben. In knappen, "leisen", scheinbar leichten Texten geht sie heikle, schwerwiegende Themen an: Vertreibung, Heimatverlust und Entwurzelung, das Flüchtlingsleben und das lebenslange Anderssein, und ein tschechischer Autor, Milan Novák, der sich hier und da einschaltet, bringt neue Gesichtspunkte in ihre Aufzeichnungen. In kleinen, sehr privaten Geschichten klingt die "große" Geschichte an, zu einem besseren Verständnis zwischen den Völkern.