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Kurzbeschreibung

sie ist eine kleine raupe.
ein bisschen lang, ein bisschen dünn, ein bisschen dick, ein bisschen langsam, ein bisschen weich und ein bisschen fest und manchmal rund, wenn sie sich einrollt.

ihr raupendasein besteht aus blätterfressen, herumraupen, einrollen, ausrollen, einschlafen, ausschlafen, warten …
ja, warten.

denn genau genommen ist sie eine zitronenfalterin, die noch in einer raupe wohnt - also eine raupe auf dem weg zitronenfalterin.
ob sie das weiß?



„Die kleine Zitronenfalterin“ gibt es auch als CD.



Rezensionen
Naturschutz bunt:

Eine Zitronenfalterin ist im Unterschied zu ihren männlichen Artgenossen limettengrün statt zitronengelb. Was ihr sonst noch so alles widerfährt, nachdem sie ihre Raupen- und Puppenzeit hinter sich gelassen hat, davon erzählt dieses wunderschön illustrierte Buch - eine Augenweide für alle Jungen und Junggebliebenen.

(Rezension in: Naturschutz bunt. Nachrichten des Naturschutzbund Niederösterreich, 2/2015, S. 17)


Mathias Ziegler: Das Leben eines Schmetterlings

"die kleine zitronenfalterin": Astrid Walenta und Maria Hubinger beschreiben in ruhigen Bildern den Zyklus vom Ei zum Ei.

Geburt, Leben und Tod - dazwischen eine beeindruckende Metamorphose. Was die Natur an Wundern bereithält, komprimiert auf das vergleichsweise kurze Leben eines Schmetterlings, konkret eines Zitronenfalter-Weibchens, haben Texterin Astrid Walenta und Illustratorin Maria Hubinger auf 58 großzügig bebilderten Seiten zu Papier gebracht. In einem Stil, der irgendwo zwischen Zeichnung und Scherenschnitt zu verorten ist. Und der in seinen gedeckten Farben dem Ganzen noch mehr Natürlichkeit gibt.

Inhaltlich ist freilich nicht allzu viel los. Eine Raupe schlüpft aus dem Ei, frisst, wächst und häutet sich, verpuppt sich, schlüpft als Schmetterling aus dem Kokon, überwintert, paart sich und legt Eier, stirbt (was nicht direkt ausgesprochen wird) - und das Ganze dann noch einmal kurz im Schnelldurchlauf. Aber wie gesagt, das Buch lebt von den Bildern, und die strahlen eine faszinierende Ruhe aus, ein Staunen über das kleine Wunder, eine Freude über die Natur an sich.

Nur eines noch: Erstlesern sollte man vorher kurz erläutern, dass sich die Autorin bei der konsequenten Kleinschreibung eines Stilmittels bedient hat.

(Mathias Ziegler, Rezension in: Wiener Zeitung, 9.6.2015)


http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/bildung/buechertipps/756544_Das-Leben-eines-Schmetterlings.html

Marianne Schreck: Raupe und Mensch auf der Suche nach Liebe

Das Thema könnte eigentlich mit „Der kleinen Raupe Nimmersatt“ schon längst abgearbeitet sein. Wo Eric Carle in seinem ungebrochen erfolgreichen Buch auf Wiederholungen, Fingerübungen und prächtige Illustrationen setzt, gehen zwei österreichische Kinderbuchmacherinnen einen ganz anderen Weg: Sie bieten Infotainment für die Kleinsten. Ein wenig fühlt man sich an den Kinderbuchklassiker erinnert, obwohl bei genauer Betrachtung ein ganz eigener Stil generiert wurde.

Es geht, man konnte es schon vermuten, um den faszinierenden Prozess der Umwandlung von der Raupe in den Zitronenfalter. Ganz leicht und verspielt und mit vielen Wiederholungen beginnt die von der Autorin, Musikerin und Schauspielerin Astrid Walenta verfasste Geschichte, bei der immer mehr Informationen über die Lebensweise der Raupe und des Falters eingeflochten werden. Irgendwann steckt man auf so unbekümmerte Weise in der Thematik drin und hat die Langeweile, die oft von vor Wissen strotzenden Büchern ausgeht, souverän umgangen.

„Die kleine Zitronenfalterin“ macht Lust, mehr über die Welt der Tiere zu erfahren. Der Grund dafür sind sicherlich auch Maria Hubingers ansprechende Illustrationen. Sie hat ihre Collagen mit tapetenähnlichen Mustern versehen, die zarten hellen Töne wechseln sich mit den kräftigen ab, und auch Fotografien wurden hineingeschmuggelt. Manchmal reißt sie das Papier, überwiegend schneidet sie so, dass man die hellen Ränder des bunten Papiers sieht, was sich vom Hintergrund speziell abhebt und dem ganzen einen rauen Charme verleiht.

Zurück zum Inhalt: Der Zitronenfalter hat eine außerordentliche Fähigkeit. Er kann, gut versteckt, den Winter überleben. An der Stelle, wo er seinen ersten Frühlingsflug macht, sieht man eine Fotografie von einem Mädchen mit einem weißen Schleier. Die Assoziationen zur Erstkommunion sind geweckt, aber es ist alles nicht so, wie es scheint. Es geht vielmehr um diese kindliche Unschuld sowie um die große Liebe, die man wohl im Tier- und im Menschenreich sucht.

(Marianne Schreck, Rezension in: Falter #27/2015)


https://www.falter.at/falter/rezensionen/buecher/?issue_id=587&item_id=9783990284339

Andrea Kromoser: Langsame Entfaltung

Ausgeschnittene Blätter kleben auf grünen Papierstreifenlandschaften. Wie Bäume stehen sie dort und werden so zum Bühnenbild für die Miniaturwelt, in der die Raupe lebt.

ein bisschen lang, ein bisschen dünn, ein bisschen dick, ein bisschen langsam, ein bisschen weich und ein bisschen fest und manchmal rund, wenn sie sich einrollt.

Das Raupenleben findet in Maria Hubingers stimmigen dunkel- über hell- bis hin zu türkisgrün gehaltenen Collagen in einer mit zalreichen Ranken, Blättern und Blütenmustern durchwachsenen Welt statt, die teilweise der Wandfarbe alter Strukturwalzen entstammen. Was damals die Wände von Bauernhofstuben schmückte und heute in Lifestyle-Magazinen beworben wird, dient diesem Bilderbuch als ästhetischer Grundton für die Erzählung des Wachsens, Lebens und Sterbens einer Zitronenfalterin.

die ei-zeit vergeht ... die raupen-zeit vergeht ... die puppen-zeit vergeht ... und eines tages schlüpft eine kleine zitronenfalterin aus ihrer puppe und lässt ihre flügel in der sonne trocknen.

Astrid Walenta und Maria Hubinger lassen ihrer leisen Heldin Zeit, sich langsam zu entfalten, sich selbst zu finden und die Welt zu erkunden. Mit wenigen, treffenden Worten und geräumigen, kräftig kolorierten Illustrationen begleiten sie den Lebensweg der Falterin. Neben dieser poetischen Erzählweise kommen naturwissenschaftliche Informationen und Gegebenheiten fast automatisch zu Wort:

sie ist nun gelbgrün wie eine unreife zitrone, oder eher wie eine limette. zitronenfalterdamen sind nämlich grünlich und zitronenfalterherren gelblich.

Und wenn sie sich treffen, beginnt ein frühlinghaft-berauschendes umfliegen und umflattern, umtanzen und umkreisen, das zum Hochzeitstanz, zur Paarung und der Suche nach für neue Eier geeigneten Knospen führt ...

Ab 4.

(Andrea Kromoser, Rezension in: 1000 und 1 Buch. Das Magazin für Kinder- und Jugendliteratur, [#?], 2015)


Primarschule Regensdorf:

Mucksmäuschenstill sassen die Erstklässler in der Bibliothek, ganz gespannt auf die Geschichten, die sie bald hören würden. Es war so ruhig, dass sogar unser Gast aus Österreich, Frau Astrid Walenta, staunend fragte: „Seid ihr immer so still?“ Da mussten nicht nur die Kinder lachen und spätestens nach dem rockigen „Durchschütteln nach österreichischer Art“ war das Eis dann endgültig gebrochen. Astrid Walenta erzählte und sang, ja performte ihr Buch „Die kleine Zitronenfalterin“ und liess die Kinder am faszinierenden Prozess der Umwandlung von der Raupe in den Zitronenfalter teilnehmen. Immer dabei und in vollem Einsatz war die Ukulele, die – wie wir jetzt alle gelernt haben – übersetzt „hüpfender Floh“ heisst. Überhaupt konnten wir sehr viel Interessantes über die Lebensweise der Raupe und des Falters lernen und zwar ohne, dass es langweilig wurde. Ganz leicht und verspielt und mit vielen Wiederholungen wurden die Kinder immer mehr in die Lebenswelt des Falters gezogen. Manches Kind ist wohl an diesem Tag schnell nach Hause gelaufen und hat stolz verkündet: „ Du Mami, weisst du was Zitronenfalter auf Lateinisch heisst? Ich schon: Gonepteryx, Gonepteryx – beginne mit G und Ende mit X, Gonepteryx!“ Mit viel Humor animierte die Autorin ihr Publikum immer wieder mitzumachen, mitzusingen und zu tanzen und nahm uns alle mit auf eine phantastische Reise.

Die Bilder dieses neu erschienenen Bilderbuches wurden von Maria Hubinger in vielen verschiedenen Techniken gestaltet. Mal wurde Papier gerissen, mal wurden die Bilder getupft oder aus Papierschnipseln geklebt, Collagen zusammengestellt und Fotos hineingeschmuggelt; mal zart, mal kräftig, alles in allem sehr ansprechend und abwechslungsreich.

(Eintrag auf der Webseite der Primarschule Regensdorf, 18. November 2015)