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Kurzbeschreibung

MORGEN-ICH die Leinwand entfernt, die nachts Leben und Kunst simuliert – mit Licht vollgesaugt schon im Bett, in der Einbildung des Tags: Menschen, Tiere, Häuser, Straßen. Birkenwipfel, Forsythien, winterweißer Fliederstrauch; rotgoldener Schimmer, auf der himmelsblauen Nachbarfassade. Darüber der Horizont, der den Blick hinter die Ebene saugt über die Hügel hinweg – Absenz, die berauscht. Danach faß ich mich wieder am See, eingeklemmt zwischen Bergerhebungen, mit erhobenem Kopf, scharfer Sicht auf Füße, Wegspuren, in den Augenwinkeln Felsabfälle, Gebüsch im Wind. Etwas saust aus der Luft, von weit oben, herab, schlägt auf, im Wasser verschwinden Beine. Nässe dringt ein, von unten, kühlt das Gedärm. Schau aus dem Fenster: etwas spiegelt, schwillt auf, überwölbt mich – mein ferner Körper ergänzt den Raum, kehrt in mich zurück