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Kurzbeschreibung

IM VORÜBERGEHN
Glykera, Thais

Glykera: Kannst du dich noch an den Schwarzhaarigen erinnern?
Thais: überlegt.
Glykera: Thais? Du weißt doch, der früher mit der Abroto-non gegangen ist und sich dann in mich verliebt hat.
Thais: Der mit dem roten Sakko. Sicher, Glykera. Er ist doch eine ganze Nacht mit uns herumgezogen. Ist was mit ihm? Glykera: Stell dir vor, Gorgona hat ihn mir ausgespannt. Die gemeine Sau. Und ich dachte im Ernst, sie sei meine Freundin.
Thais: Er kommt überhaupt nicht mehr zu dir? Er zieht mit dieser Gorgona herum?
Glykera: Ja, Thais. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie nah mir das geht.
Thais: Du Arme. Das ist ja schrecklich. Einerseits. Andererseits ist es auch nicht so ungewöhnlich. So was kommt eben vor. Du musst einfach versuchen, es locker zu nehmen. Ich würde Gorgona nicht einmal besonders böse sein. Abrotonon ist dir ja damals auch nicht bös gewesen, und ihr wart genauso befreundet, - wenn ich dich erinnern darf. Ich frag mich nur, was dieser Mensch an Gorgona findet. (Pause) Sie hat doch ganz schüttere Haare, und immer so bleiche Lippen, dann diese lange Nase und der Hals, der so mager ist, dass die Adern hervorscehn. Das einzige, was vielleicht an ihr dran ist, sie ist groß und grade gewachsen. Na ja, einen ganz passablen Hintern hat sie auch noch.
Glykera: Er liebt sie doch nicht wegen ihrer Schönheit! Du kennst die Gorgona nicht! Die verfügt über besondere Fähigkeiten. Telepathie oder so was, Feng Shui, was weiß ich. Sie kann Männern mit Glatze Haare wachsen lassen. Jemand hat sie bei Nacht einmal fliegen gesehn. (Pause) Liebe ist das keine. Ich bin mir sicher, die verfolgt ganz andere Absichten. So schlecht verdient er ja nicht.
Thais: Mag sein, Süße, aber ich sag dir was: Lass ihn laufen! Und wenn's auf die Kohle ankommt - es gibt genug Männer, die super verdienen. Sonst würden sie ihre Jobs schon uns überlassen. Darauf kannst du Gift nehmen.