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Kurzbeschreibung

IMMERFORT
Leicht und flüchtig wie das Spiel der Welle: leicht und flüchtig das gefügte Wort. Aber zögernd hinter Glanz und Helle tönt im Herzen eine dunkle Schelle immerfort.

VON MEINEM FENSTER
Von meinem Fenster seh ich weit ins wunderbare Land. Hat oft in meiner Einsamkeit kein andres Licht gebrannt.
Im großen Kreis gelöst und klar das Angesicht der Stadt. Ein Vogelruf. Im späten Jahr ein buntes Ahornblatt.
Und hinter Garten, Haus und Schlot die Berge blau und fern. Still über Glück und Traum und Tod hingeht der Abendstern.

DER SPIEGEL
Ich habe viele Spiegel um mich stehn.
Aus jedem
blickt mich ein andres Auge an.
Ich sehe Glauben, Hoffnung, Liebe,
und Wolken, Sterne, Blumen,
stille Wege,
die tägliche Gemeinheit auch,
und was man sonst dem Leben wohl
zu geben pflegt.
Und jedes Jahr
zerschlag ich einen Spiegel.
Der letzte aber wird mir sagen, wer ich bin.