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Kurzbeschreibung

Der österreichische Künstler Jakob Gasteiger beschrieb seine Arbeit in einem Interview von 1999 als eine Thematisierung von Malprozess und Malerei. Kunst sei für ihn Schaffung eines Systems von Handlungsabläufen, in denen Bilder ohne jeglichen ikonografischen Anspruch entstünden. Seine wiederholte Tätigkeit des Farbauftrags und des Strukturierens des Materials Farbe würde sich jedem Bildinhalt verweigern.

Diese aus bisherigen Texten exemplarisch ausgewählte Notiz erweist sich repräsentativ für Gasteigers Pragmatik in der Selbstbeschreibung seiner künstlerischen Arbeit und deckt sich gleichzeitig mit den Definitionsmodellen jener Stilrichtungen, die ihn am meisten beeinflusst hätten. Hierzu zählte der Künstler besonders die "Radikale Malerei" sowie die "Minimal Art". Mit beiden Kunstrichtungen beschrieb Gasteiger Bezugspunkte, die eine elementare Formensprache als Gegenströmung zu ener jeweils vorausgegangenen expressionistischen Kunstrichtung vorgestellt hatten. Ein wie immer gearteter Inhalt wurde von ihren Protagonisten nicht angestrebt.