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Kurzbeschreibung

Otto Johannes Adler GEBURTSTAGSÜBERRASCHUNGZuerst alterten seine Gedanken. Dann fing es an in den Augenwinkeln. Die Lider wurden schwer. Die Hände, mit denen er sich die Augen rieb, waren die nächsten. Pigment-flecken, graue Härchen, überall. Damit berührte er die Schläfen, unvorsichtigerweise. Erinnerungen rauschten vorbei wie die Autos auf den Autobahnen, die Antennen im Fahrtwind niedergedrückt. War dies das wahre Leben, von einem Ort zum anderen? So rasch kann alles vorbei sein. Schon alterten die Geräusche, die Gerüche, selbst die Gesellschaftsspiele. Als er die Fingerkuppe anfeuchtete, um eine Seite umzublättern, alterte auch die Zunge. Nichts war ihm mehr fremd. Von all dieser Nervosität befreit, noch etwas erleben zu müssen, aß er mächtig und lange. So allein wie er war, mußte er die Torte nicht teilen. Nach der Mahlzeit strich er sich über den Bauch, als hätte er mit seiner Sattheit der Welt noch einmal etwas abgerungen. Das Tier knurrte noch im Magen. Er wußte, er müßte mit seinen Händen vorsichtiger umgehen. Wie leicht hätte man eine Bißwunde! Doch ein Bedürfnis begann ihn zu bedrängen. Er suchte die Herrentoilette auf, um sich zu erleichtern. Dabei berührte er leicht und eher versehentlich sein Geschlecht. Es ließ einen lauten Seufzer fahren. War es schon wieder soweit? Gerhard Altmanninger DIE GESCHICHTE RASTETder herr compuceur darf es wissenvon der lampe geht es heiß herdas quietscht ist die türdie katz kommt mitm glück davonvergnügt taut der schneeder mond erlaubt haarschnittdas herz gibt brot freider himmelvater wahrt den überblickwir werkeln weiterdas flügelhorn läßt sich zeitder augenblick schwanktder mund wächst der spräche naches ist schon gutdas zimmer zieht hinter den Vorhangdie elster berühre das klavierdie geschiente rastetder zauberer verteidigt die tincenburgder alte apfelbaum ist aufhummeln für später in die taubnesselnaus staunen eine weit bittet umdie krücken nimmt er nichthinter dem komma bricht estäglich tanzt das laubdie mäusekinder wollen dabeiseindas ist die türder mond schiebt wölken vordas herz hat zeitdie bäume rütteln stilldazu gibt es semmelknödelder bleistifc hält innedie sprüchel tröstenim akenheim klappert der Fernseherdort geht der gang auf und abdas zusammenräumen nimmt kein endJoschi Anzinger FARBEN VON DER ARBEITentsinnen: die werksuhr brennt ihr profil an die wand:ständig ein geruch nach diesel gummi heißlagerfett: gefühle sind doppelt versteckt: disketten raubkopiengesichert:zwischendurch: die stimme des meisters: dröhnt aus dem lautsprecher: Zwielicht tarnt den staub: ein mechaniker klaubt schrauben bremsbacken und druckluftleitungen in die teilewaschmaschine\ein gewirr aus scheppern ergießt sich:eine spinne hängt am hallenkran: daneben donnert ein schlagschrauber: josefs schimpfen entlarvt sich als lebensersatz: die Zapfsäule röchelt: bleibt dann aber mittlerweile stehen: ein karzenauge blinkt\aus der montagegrube fluche eine stimme: ein luftschlauch zischt & faucht & übertönt die stimme: wieder kippen aus dem lautsprecher worre\ unverständlich:elektroden prasseln\ lichtbögen zucken\ zwischendurch brüllen autobusmotoren~ PS-starke dieselmaschinen\ gleich einem donner:kunstlicht\ kunstharzlack\ kunststoff\ künstliche intelligenz\ betriebsdatenerfassung\ flimmernde bildschirme: immer wieder bellende motoren\dann ein endloser schrei einer winkelschleifmaschine:Sekundenim megaschlag der gewohnheit\ Schallwellen breiten sich aus & verflachen: jeder akkord ist anders\& dennoch laute\ töne & bilder die sich selbst inszenieren\augenblick für augenblick:zufällig