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Kurzbeschreibung

Paul und Günter Antony


Die hier versammelten Geschichten setzen das Buch »Paul Antony, aus meinem Leben im Waldviertel und im Krieg« fort. Am Anfang steht der Einmarsch der sowjetischen Truppen, die sehr gefürchtet waren. Einige Episoden schildern allerdings, dass es durchaus möglich war, die Soldaten trickreich zu überlisten. Ein weiteres Thema ist die problematische Versorgung mit Nahrungsmitteln in der frühen Nachkriegszeit, wo ebenfalls Erfindungsreichtum zu Gebot stand. Schließlich wird der bescheidene Wohlstand durch den beginnenden Aufschwung in den 1950er Jahren dokumentiert.

Die Anekdoten von den "Waidhofner Originalen" sind zum Großteil mündlich überlieferte Erzählungen von Zeitzeugen. In den Stadt- und Firmengeschichten wird die wirtschaftliche Entwicklung Waidhofens beispielhaft nachgezeichnet. Heitere Erzählungen von Paul Antony sind in der Rubrik "Friseurgeschichten" zusammengefasst. An diese schließen einige Episoden aus den Jugendjahren Günter Antonys an, sowie Erlebnisse im Rahmen seiner Tätigkeit beim Tourismusverein Waidhofen.


Rezensionen
Hannes Ramharter: Ein wertvolles Buch

Mit den "Waidhofner Stadtgeschichten" setzt Günter Antony die Veröffentlichung der Aufzeichnungen seines im Vorjahr verstorbenen Vaters Paul fort.

Antony beschäftigt sich - auch mit Geschichten des ehemaligen Finanzbeamten Otto Pavlecka - zuerst mit der Zeit der russischen Besatzung in der Stadt, wobei nicht nur knallharte Fakten wiedergegeben werden, sondern vor allem die Momente, in denen es gelang, die Besatzer zu überlisten.

Fortgesetzt wird mit verschiedenen Episoden aus der Nachkriegszeit, dann widmet sich Antony Waidhofner "Originalen", die dann mit Geschichten über die Stadt und Firmen fortgesetzt werden. Auch über das Entstehen des "modernen Waidhofen" wie zum Beispiel Ärztezentrum und Thayazentrum erzählt Antony.

Dann beschäftigt sich der Autor mit Geschichten aus dem Frisiersalon, den sein Vater bzw. er selbst betrieben haben, um dann mit eigenen Erzählungen zu beenden.

Fazit: Ein wertvolles Buch für Waidhofen, das viele Dinge auflistet und erzählt, die sonst in Vergessenheit geraten würden und um die schade wäre.

(Hannes Ramharter, Rezension in: Niederösterreichische Nachrichten #14/2012 [?])


Peter Zellinger: Legenden aus der Stadt

Des Autors zweiter Streich: Waidhofner Stadtgeschichten über berühmt-berüchtigte Stadt-Originale.

„Ich bin in der Pension, aber nicht im Ruhestand“, lacht Günter Antony, der vom Friseurgewerbe ins Autorenfach gewechselt ist. Nun ist nach „Aus meinem Leben“ sein zweiter Streich erschienen. „Waidhofner Stadtgeschichten“ heißt das neue 270 Seiten starke Werk. Der Inhalt ist in einer fast zwölf Jahre dauernden Recherche entstanden und erzählt in heiterem und lockerem Ton von der Nachkriegszeit in Waidhofen bis zur Gegenwart. Der Fokus liegt dabei auf den Menschen und den Waidhofner Originalen. Hinter den 100 Geschichten mit Titeln wie „Der Fachlehrer“, „Ein Offizier als Landwirt“ oder „Faschingskehraus“ verbergen sich Anekdoten über die Waidhofner Prominenz, mehr berüchtigte als berühmte Persönlichkeiten und Erzählungen, wie man sie im Friseursalon aufschnappt. Stadtgeschichten eben. Gossip, nennt man das heute wohl.

Von Motorradrennen in der Stadt
Oft verbirgt sich längst Vergessenes in den Anekdoten. Wohl den Wenigsten dürfte bekannt sein, dass in Waidhofens Innenstadt einmal Motorradrennen gefahren wurden. Und gerade das macht „Waidhofner Stadtgeschichten“ so interessant: Der Autor vermischt Unterhaltung mit historischer Akribie. […]

(Peter Zellinger, Rezension in: Bezirksblätter Waidhofen/Thaya, 03.04.2012)


http://www.meinbezirk.at/waidhofenthaya/kultur/legenden-aus-der-stadt-d157518.html