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Kurzbeschreibung

Hilda Uccusic wurde als Kind österreichischer Eltern am 7. Oktober 1938 in Lille in Nordfrankreich geboren. Der Vater, Ingenieur Karl Uccusic, war bereits seit 1929 als Konstrukteur bei der Autofirma Peugeot beschäftigt, die ihren Sitz in Lille hatte. Die Mutter Hilda Uccusic, geborene Baumann, stammte aus Neunkirchen in Niederösterreich und heiratete Karl Uccusic 1933 in Lille. Nach Ausbruch des Krieges wurde die österreichische Familie zum Feind erklärt und kam 1940 in ein Internierungslager, bevor sie nach Wien zurückkehren konnte. Seit 1944 wohnte die Familie in einem Haus in Ober-Sievering in Wien, das zunächst einer Tante gehörte und später in den Besitz von Hilda Uccusic übergehen sollte. Schon während ihres Besuchs im Gymnasium in Wien verspürte das junge Mädchen großes Interesse an künstlerischer Betätigung. Immerhin war ein Onkel, der Bruder der Mutter, Felix Baumann, ein österreichweit bekannter Modeschöpfer. Und die Großmutter Helene/Ilona Uccusic, die Lehrerin in Siebenbürgen gewesen war und auch selbst malte, bestärkte die Enkeltochter darin, eine künstlerische Ausbildung anzustreben. 1956 trat Hilda Uccusic erfolgreich zur Aufnahmeprüfung an der Akademie der bildenden Künste an. Von 1956 bis 1960 war sie Schülerin in der Meisterschule von Robin Christian Andersen, von 1960 bis 1962 zählte sie zu den Schülern von Andersens Meisterklasse. Zugleich besuchte sie auch den legendären Abendakt von Herbert Boeckl.
Neben dem Studium an der Akademie belegte Hilda Uccusic auch Vorlesungen der Geometrie und Mathematik an der Technischen Hochschule und besuchte regelmäßig Mathematikvorlesungen an der Universität Wien. Weiters studierte sie auch Kunstgeschichte an der Universität Wien und verfolgte mit Interesse die Vorlesungen unter anderem von Otto Benesch und Renate Wagner-Rieger.
Viele Arbeiten von Hilda Uccusic, die sich aus der Studienzeit bei Andersen erhalten haben, verraten die Handschrift des Lehrers Robin Christian Andersen (1890-1969). Ihre damals entstandenen Zeichnungen wirken nüchtern und schematisch. So erinnern die Bleistiftstudien von Margeritenblüten eher an Konstruktionszeichnungen für Skulpturen denn an vegetabile Erscheinungen.