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Wie mann die Linzer Dortten macht

Historische Rezepte zur „Linzer Torte“ aus der Kochbuchsammlung der Bibliothek des Oberösterreichischen Landesmuseums

Waltraud Faißner

ISBN: 978-3-85252-576-1
27 x 21 cm, 118 S., zahlr. Ill.: vierf.
€ 29,00
Momentan nicht lieferbar

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Kurzbeschreibung

Bearb. von Waltraud Faißner
Studien zur Kulturgeschichte von Oberösterreich ; 13
Edition M


Gute Mehlspeisen gehören wie selbstverständlich zu einer traditionell gepflegten österreichischen Kulturidenität. Bis hin zum zeitgemäßen product placement in Hollywoodfimen (z.b. Mannerschnitten in Terminator III) geht hier der konsequente Aufbau einer Kulturzuordnung – die allerdings in ihrer Betrachtung doch vergleichsweise jung ist. Mozartkugeln oder Sachertorten oder Mannerschnitten sind erst in den letzten Jahrzehnten zur typisch österreichischen Tradition geworden.

Bei der „Linzer Torte“ ist das ein wenig anders. Die ältesten Rezepte dieses Backwerks mit dem klaren Linz-Bezug stammen aus dem Ende des 17. Jahrhunderts und finden sich, im Laufe der Jahrhunderte kontinuierlich verändert, erweitert und variiert, bis in die Gegenwart. Ein Blick in die historische Rezeptur der Linzer Torte ist daher nicht nur von Interesse, um festzustellen, welche Konditorei heute mit Recht behaupten kann, die Original-Linzer Torte im Sinne der oberösterreichischen Wahrheit zu verkaufen. Dieser Blick ermöglicht vor allem auch einen kurzen Exkurs in die Geschmacksgeschichte, hat sich doch die Linzer Torte in ihrer mehr als 300-jährigen Geschichte vielfach verändert. Die frühesten Rezepte zeigen uns eine Torte, die mit der heute bekannten wenig zu tun hat. Die charakteristischen Zutaten wie Zimt, Nelken und Haselnüsse fehlen; ebenso das (heute) charakteristische Gitterwerk und oft auch die Marmeladenfüllung. Sind es in der Frühzeit also geriebene Mandeln, Zitronen oder gar Schweineschmalz, die eine Linzer Torte zu einer solchen machen, so verbindet doch ein Charakteristikum alle Torten der einzelnen historischen Stationen: Sie orientieren sich an einem Mürbteig und schmecken über viele Jahrhunderte immer dann am besten, wenn dieser Teig ja nicht zu trocken gemacht wird.

(Peter Assmann)