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Kurzbeschreibung

Wanns auf Weihnochtn zuageht, doo is’s, wia wann längst vergangene Zeidn wieder lebendi wurdn, und de Gedangan gehngan zruck – zan erschtn Reidaroß, za der erschtn Puppn. Und an iads wissad Weihnochtsgschichtn zan Darzöhln, sölm derlebte, voll Freid und Kindersöligkeit; ernste, wann vielleicht grod um de Zeit wo es U’glück hot Herberg gnumma, oder aa söltsame, wiar ih hiatzt oane derzöhln will.

Ih hobs va meiner Großmuatter, Gott trest s’, oba olle Johr hot s’mirs wieder derzöhln mössn, de Gschicht va den Weihnochtsgost in kloan Weberhaus weit drinnad in Mährischn.

»Ba uns dahoam, doo is es Christkindl oarm gwest!«, hot d’Großmuatter an iadsmol anghebt. »An Christbaam habm mir Kin’a nit kennt. A poor Äpfel, an etla Nuss und a weng a Kletznbrot hots uns auf an Teller glegt, und danebm a gstrickte Haubm, a Poor Feistling oder wollane Strümpf – wos ma holt am notwendigern braucht habm. Und doo habm mar uns gfreut, wiar sih holt nur Kin’a gfreun kinnan! In de Sechzgerjohr oba, doo is an ausgsprochans U’glücksjohr gwest für uns. In Summer hot uns der Hagl es Kornschneidn und aa gleih es Dreschn oognumma, in Hiarbst habm ma de oanzige Kuah wegtoa’ mössn, und just vor de Fei’ta, wia ma habm oostecha wölln, hot d’Sau d’Krankhat kriagt und is hin wordn. Über d’Nocht oba hot a Winter anghebt, wiar ih weng denk. Gsturmt hots und gschneibt, dass ma nimmer vür d’Haustür habm kinna. ›Wanns draußt nit staader wird‹, hot unser Voter kopfbeudlat gsogt, ›findt heu’r es Christkindl nit her doo za uns in d’Oa’schicht! Is jo koa’ Weg nit zan Sehgn, geht jo koa’ Steigl!‹ ›Aber Voter, ’s Christkindl kimmt doh van Himmel owa, des floigt holt zuwa, wanns nit Fahrn und nit Gehn kann!‹ so hot d’Muatter in Votern und uns tröst.«