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Kurzbeschreibung

Hrsg. von Claudia u. Roland Widder


Theodor Alescha muss nicht entdeckt werden. Sein Werk ist bekannt und nimmt seinen unverzichtbar gültigen Platz in der österreichischen Kunst ein.

Auch Aleschas Leben ist bekannt: wiewohl geschlagen von jener Düsternis des zwanzigsten Jahrhunderts, die Martin Buber erschreckend wahr als »Gottesfinsternis« erkannte, verteidigte Theodor Alescha sein in der Jugend gewonnenes Ideal des humanistischen Sozialismus Zeit seines Lebens. Bestärkt in dieser Weltsicht wurde der vielsprachig redegewandte, auch die Musik liebende Maler durch seine geradezu leidenschaftliche Reisefreude, aber auch durch seine persönlichen Begegnungen und Kontakte mit Menschen, die an der Kultur des zwanzigsten Jahrhunderts Anteil hatten.

Theodor Alescha war auch einer jener, die des satten Behagens in der Welt der »belle époque« überdrüssig waren, an deren innerer Unwahrhaftigkeit sie zornig litten. »Auf einem Sessel will ich sitzen können«, war der aufgebrachte Aufruf des Architekten Adolf Loos gegen die Scheinwirklichkeit der Zeit, deren unehrliches Sein er im »Verbrechen«, im »Charakterfehler« des Ornaments erkannte.