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Kurzbeschreibung



Rezensionen
Lexikon Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur:

Marile war ein wildes Kind. Sie konnte einfach nicht ruhen. Sie hüpfte und juckte und tanzte und sprang, ob barfuß oder in Schuhen. Barfuß tanzen und in Schuh`n gibt keinen Grund zum Schimpfen ; Marile aber tanzte auch genauso wild in Strümpfen. Und wenn ein Kind in Strümpfen tanzt, auf glattem, blanken Boden, dann rutscht es aus und tut sich weh an Stühlen und Kommoden ...

Ein blaugeheftetes, blaugeschriebenes und blaugezeichnetes Fabulierbuch, in dem vordergründig die einfache Geschichte von dem tanzwütigen Mädchen Marile und seinem Freund, dem gelehrigen Teddybären, erzählt wird. Gleichzeitig findet im Bereich der piktogrammartigen Zeichnungen eine Kunstvermittlung der besonderen Art statt, indem unabhängig von der Haupthandlung eigene Geschichten und Bildassoziationen im Kopf der LeserInnen entstehen.

(Kommission für Kinder- und Jugendliteratur, 1997 [?])


Vorarlberger Nachrichten: Kinderbücher handgeschrieben

Der Vorarlberger Schriftsteller Michael Köhlmeier ist unter die Kinderbuchautoren gegangen. Diesmal ist es auch keine Fabel mehr, wie jene vom „Schwein, das zu Tanze ging“ und eigentlich für Erwachsene gedacht war. Nein, „Marile und der Bär“ und „Meine Mannmännchen“ (beide Bücher sind zusammen in einem Schuber erhältlich) sind Geschichten für Kinder.

Die Feder mit der blauen Tinte, mit der die Geschichten geschrieben wurden, wurde von einem Kind geführt. (Vermutlich von einem Kind des Autors.) Alles ist handgeschrieben in diesen beiden Büchern, jede einzelne Seite mit Zeichnung (ebenfalls in Blau) und Text ist ein Kunstwerk für sich.

Die heitere Geschichte vom Marile, das gerne tanzt, und ihrem Freund, dem Bär, ist auf über 100 Seiten zu verfolgen, über 100 Zeichnungen also und dazu ein gereimter Text (und ein paar Rätsel, die man selbst lösen sollte) ergeben ein Kinderbuch von Gewicht.

Dasselbe gilt für die „Mannmännchen“, die uns in einer wunderbar schrägen Traumgeschichte begegnen, in der einiges zu entdecken ist. Die Geschichte kann übrigens selbst ergänzt werden.

Zwei Kinderbücher mit einzigartigem Charakter, die viel Freude bereiten.

(Rezension in: Vorarlberger Nachrichten, 1992 [?])