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Kurzbeschreibung

Das vorliegende Buch beschäftigt sich mit den liebenswürdigen Kleingebäcken, die aus dem "Linzer Teig" hergestellt werden können. Diese Bäckereien führen neben der weltbekannten Torte ein Schattendasein, obwohl Linzer Augen, Kipferl und Stangerl in den Konditoreien und Bäckereien Österreichs sehr gut vertreten sind. Auch das internationale Teegebäck kommt ohne die kleinen Mürbteigköstlichkeiten nicht aus. Linzer Kekserl sind außerdem unverzichtbarer Bestandteil des alljährlichen Weihnachtsteller.

Im Buch findet man darüber hinaus Rezepte für vergessene Raritäten wie Linzer Zöpfchen, Linzer Roulade, Linzer Brot, Linzer Wandl und vieles mehr.

Im abschließenden Anhang runden pikante Speisen wie der Linzer Eintopf oder der Linzer Leberbunkel die Rezeptsammlung ab.

Waltraud Faißner kann als ehemalige Leiterin der Bibliothek der Oberösterreichischen Landesmuseen in Linz und als Spezialistin für Linzer Torte aus einem reichen Rezeptefundus schöpfen.


Rezensionen
Eva Tinsobin: Linzer Augen schauen dich an

Die Linzer-Torten-Spezialistin Waltraud Faißner hat sich die Mühe gemacht, das Universum der süßen Linzer Bäckereien zu ergründen

Linzer Torte, Linzer Schnitte und Törtchen, Linzer Bäckerei, Linzer Augen, Linzer Brezeln, Linzer Koch, Linzer Brot und Linzer Wandl, Linzer Weichsel- oder Kirschentorte, "Linzer" Einzelrezepte sowie Pikante Linzer Rezepte. So lauten die Kapitel des neue Buches "Linzer Augen", das kürzlich im Verlag Bibliothek der Provinz erschienen ist.

Doch oben Genanntes ist nur die Grobeinteilung. Taucht man tiefer, eröffnet sich ein scheinbar unergründliches Universum an Kleingebäcken, das es in dieser Form nur in Linz und Umgebung gibt: Linzer Sternchen, Linzer Türmchen, Linzer Zöpfchen... Die Linzer-Backwaren-Expertin und Leiterin der Bibliothekssammlungen des Oberösterreichischen Landesmuseums Waltraud Faißner hat sich die Mühe gemacht, das alles zu ergründen.

Ihre Sammlung umfasst Speisen, die von der Existenz einer regionalspezifischen süßen Linzer Küche künden. Dafür greift sie auf mehrere hundert Kochbücher vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart zurück, auf Originalrezepte um 1680 aus dem alten Schloss Hagen vor der Stadt oder auf das "Linzer Kochbuch" der Maria Elisabetha Meixner von 1804.

Obwohl Linzer Augen, Kipferln und Stangerln in vielen Konditoreien und Bäckereien Österreichs erhältlich sind, stehen die meisten der Bäckereien im Schatten der weltbekannten Linzer Torte.

Alles aus Linzer Teig

Basis für die Backwerke ist der weiße oder braune "Linzer Teig", hergestellt aus Mehl, Butter, Zucker, Eiern, oft angereichert mit Mandeln, Nüssen, Kakaopulver, Gewürzen wie Zimt, Nelken oder Muskatnuss und Ribisel- oder Marillenmarmelade. Einige zu früheren Zeiten exklusive, weil teure und nicht leicht erhältliche Ingredienzien prägen das Bild der Linzer Bäckereien.

Hunderte süße, doch nur vier pikante Rezepte mit dem Vorsatz "Linzer..." hat Faißner im Zuge ihrer Recherchen aufspüren können: Eintopf, Leberbunkel, Seidenknödel und Bierfleisch. Diese durften am Ende des Buches einfließen.

Die Autorin knüpft mit dem vorliegenden Buch an ihr Vorgängerwerk an: "Linzerische Torten auf andere Art. Historische Rezepte zur 'Linzer Tort'"; ebenfalls im Verlag Bibliothek der Provinz erschienen. Ein kleines Konzentrat daraus ist nun auch im Linzer Augen-Buch enthalten.

(Eva Tinsobin, Rezension in: Der Standard, 19.3.2013)


http://derstandard.at/1360681685664/Linzer-Augen-schauen-dich-an