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Kurzbeschreibung

Heimo Halbrainer ; Elke Murlasits ; Sigrid Schönfelder


Mit Beiträgen von:
Hannes Augustin, Karl Baumgarten, Paul Blau, Lidia Brandstätter, Hildegard Breiner, Leopold Buchner, Josef Cap, Harald Edelbauer, Friedrich Fehlinger, Friedl Fessler, Mathilde Halla, Maria Froihofer, Heimo Halbrainer, Johann Hisch, Harald Huscava, Robert Jungk, Thomas Kainz, Erich Kitzmüller, Sam Arnold Kreditsch, Peter Kreisky, Walter Lauber, Peter Ulrich Lehner, Wilfried Leisch, Bernd Lötsch, Carl Manzano, Schani Margulies, Freda Meissner-Blau, Christoph Mittler, Elke Murlasits, Beatrix Neundlinger, Walter Papousek, Günther Pfaffenwimmer, Heidrun Pirchner, Doris Pollet-Kammerlander, Rainer Possert, Wolfgang J. Pucher, Traudy Rinderer, Sigrid Schönfelder, Elisabeth Schwarz, Franz Sölkner, Heinz Stockinger, Maria Summer, Eva Taxacher, Alexander Tollmann, Heinz R. Unger, Ignaz Vergeiner, Peter Weish, Kurt Winterstein, Friedrich Witzany, Eberhard Wobisch


Rezensionen
Wolfgang Sorgo: Späte Einsicht

„Die Erkenntnis meines Lebens ist die, dass man gegen die Atomenergie sein muss.“

Bundeskanzler Bruno Kreisky änderte im Alter seine Haltung zur Atomenergie. In einer circa 1988 gehaltenen Rede sagte er: „Mit jedem Tag, der vergeht, werden die Kraftwerke älter, gebrauchsunfähiger und gefährlicher. Und wir wissen heute, wie lebensgefährlich die Kernenergie ist. Nach Tschernobyl, nach dem, was wir sonst erleben in der Welt. Ich glaube also, dass es gar nichts anderes gibt, als dass wir die Menschen vor dieser zusätzlichen Sorge im Leben bewahren müssen. Warum haben wir ein ganzes Leben lang gekämpft auf dem Gebiet der Sozialpolitik, um weniger Angst vor der Krankheit, um weniger Angst vor der Armut, wenn wir am Schluss machtlos sind, wenn's um die neue Angst geht. Und ich bin deshalb der Meinung, wir brauchen diese neue Angst nicht haben, man muss nur den Mut haben, gegen die Atomenergie mit ihren ungeheuren, gefährlichen Konsequenzen zu warnen, und es gibt nichts anderes als einfach darauf zu verzichten. Wir brauchen sie auch nicht. Wir haben genug Energie.

Leider zu spät für eine Würdigung im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten aber trotzdem würdig ist vor kurzem die vorliegende Zwentendorf-Dokumentation erschienen. Es handelt sich dabei um – so die HerausgeberInnen – „ein illustriertes Buch mit Erinnerungen an die damalige Bewegung“ ohne es in einen „bewertenden Gesamtzusammenhang der Geschichte stellen zu wollen“, eher ein „Baustein“ dazu. Eindrucksvolle Fotos von damals und viele Texte zeigen, welch tiefe Spuren die Ereignisse – bis heute – in den Erinnerungen vieler AktivistInnen hinterlassen haben.

(Wolfgang Sorgo, Rezension in: Umwelt & Bildung #1/2009)