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Kurzbeschreibung

Die Taschen voller Erdäpfelnudeln

Erdäpfelnudeln waren eine Speise, die jeder gerne aß, da musste die Bäuerin schon eine große Rein voll machen. Vor allem den jungen Burschen mundeten sie vortrefflich. Und so nahmen sie sich oft, wenn sie zum Ackern mit den Ochsen auf das Feld hinausfuhren, Erdäpfelnudeln mit. Ein jeder füllte sich noch die Hosentaschen voll, bevor er aus dem Stall die Ochsen holte und an den Pflug spannte. Und beim Ackern, wenn am Ackerrand der Pflug gewendet wurde, langte unwillkürlich die eine Hand in den Hosensack und eine Nudel wurde verzehrt.

Auch bei den Hirtenbuben war es so. Sie hatten immer etliche Nudeln in der Hosen- oder in der Rocktasche. Nur mussten sie vorsichtig sein, dass sie bei der Arbeit die Nudeln nicht in der Tasche zerdrückten, denn durch das Schmalz, das da herausgekommen wäre, hätten sie gleich einen Fleck in der Hose oder auf dem Rock gehabt.


Erdäpfelnudeln gebacken

Zutaten:
6 oder 7 mittelgroße, gekochte Erdäpfel, Mehl (so viel, dass ein mittelfester Teig entsteht), 1 Ei, Salz, etwas Butter

Aus den gekochten Erdäpfeln, dem Mehl und dem Ei macht man einen geschmeidigen Teig, formt fingerlange, daumendicke Nudeln. In der Rein oder am Backblech lässt man Schmalz zergehen, legt die Nudeln schön nebeneinander hin und bäckt sie im Rohr. Nach einer Weile werden die Nudeln durcheinander gerüttelt, sodass jede Nudel eine leicht bräunliche Kruste bekommt. Wenn nötig bei Tisch noch etwas heißes Butterschmalz darübergeben. Diese Erdäpfelnudeln kann man auch in siedendem, leicht gesalzenem Wasser für zirka 10 Minuten kochen. Wenn die Nudeln an der Wasseroberfläche schwimmen, kann man sie schon herausfischen und in einer Pfanne mit Semmelbröseln wälzen.