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Kurzbeschreibung

[Bettina Ehrlich. Aus dem Engl. von H. M. Magdalena Tschurlovits. Hrsg. von Bernd Kreuter]


Francesco hatte aus verschiedenen Gründen keine Schuhe. Jedesmal wenn seine Mutter genug für ein Paar gespart hatte, passierte etwas und sie musste das Geld für etwas anderes ausgeben. Einmal brauchte Francescos jüngster Bruder Augusto Medizin, die Schmerzen zu mildern, als er seinen ersten Zahn bekam. Damit war ein Teil des Geldes weg. Ein anderes Mal war es Francescos ältere Schwester Carla, die eine Schürze für ihre neue Arbeit im Lebensmittelgeschäft wollte. Wieder fehlte etwas Geld. Schließlich war es Francescos Großmutter, die sich einen Schemel für ihre müden Füße wünschte. Damit war der Rest des Geldes fort. Oft stand Francesco vor der Auslage des besten Schuhgeschäfts von Mereto, der kleinen Stadt in der er lebte, und betrachtete all die Schuhe. Ist es nicht zum Staunen, dachte er, wieviele verschiedene Formen und Farben es gibt! Er war sich nie sicher, welches Paar er sich am meisten wünschte. […]