Warenkorb
0€ 0

Kurzbeschreibung

ferdinand der affe wollte wieder einmal einen ausflug machen.
es war höchste zeit!
bei einem ausflug muss man fliegen, dachte er.
also machte er sich mit seinem teppich unterm arm auf den weg zum flughafen.
dort angekommen setzte er sich auf den teppich und flog und reiste und reiste und flog - immer dem kompass nach - direkt ins morgenland.
da wollte er schon immer mal hin.


fliegen, fliegen,
schweben, schweben,
in die lüfte
he-he-heben
flieg teppich flieg
ich sing dir jetzt ein lied!
flieg teppich flieg
ich sing dir jetzt ein lied!



„Ferdinand im Morgenland“ gibt es auch als CD.



Rezensionen
Claudia Theiner:

Das Teppichfluglied singend über Kuppeln und Dächer und Berge: Ferdi nand, ein liebenswerter Globetrotter in Affengestalt, lehrt uns das Über-den-Tellerrand-Schauen und das Respekt-Haben. Er macht sich auf die Reise ans „andere end’der welt“, ins Morgenland (Astrid Walenta & Maria Hubiger, Bibliothek der Provinz, 2011). So, wie die Illustratorin das Erlebnis Orient gestaltet, steigen aus dem Farbenmeer förmlich die Töne und Düfte, das Staunen und Entdecken, von dem der Text handelt. Und bezaubert: Abendland und Morgenland, „in die berg bin i gern“ und „djellaba“ – will heißen Vertrautes und Neues – beides tut gut.

(Claudia Theiner, Rezension in: ff. Das Südtiroler Wochenmagazin, Nr. 20/11, 19. Mai 2011)


http://www.ff-online.com/ausgaben/20-6126/ferdinand-im-morgenland/

Nico Kalteis:

Es ist schon einige Zeit her, dass Ferdinand der Affe das erste Mal beschlossen hat, eine Reise zu machen. Damals fuhr er auf dem Motorrad, dieses Mal macht er sich mit dem Teppich unter dem Arm auf den Weg zum Flughafen. Das Reisevehikel gibt auch gleich das Ziel an: Es geht ins Morgenland, "da wollte er schon immer mal hin". Er sucht nach einem ganz bestimmten Platz, an dem es alles gibt: Schlangenbeschwörer, Dichter, Akrobaten, Geschichtenerzähler, Zauberer, verschleierte Frauen, Kamele, Teppiche, Minarette, herrliches Essen, noch nie gerochene Düfte und ungehörte Klänge. Ferdinand genügt es nicht, die Besonderheiten des Morgenlandes nur zu konsumieren, er will den Menschen etwas zurückgeben und rappt daher seinen berühmten Affenrapp, der mit Begeisterung aufgenommen wird und ihn zufrieden und bereichert nach Hause zurückkehren lässt.

Die Bücher von Astrid Walenta und Maria Hubinger bestechen durch polare Gestaltung von Bild und Text. Den reduzierten, im besten Sinn einfachen Geschichten von Walenta setzt Hubinger üppige, fette und knallbunte Bildwelten gegenüber. Verwendete sie das letzte Mal vorwiegend Buntpapier für ihre Collagen, so inszeniert sie dieses Mal Papierflächen, die mit gewalzten Motiven, wie sie früher an Küchen- und Wohnzimmerwänden zu finden waren, bedruckt wurden. Diese Muster geben den Bildern einen ornamentalen Charakter, der schon vor der Reise ins Morgenland den Orient antizipiert, und die Illustrationen erhalten eine stoffliche Komponente. So üppig, bunt und dennoch differenziert ist das Bild, das uns Ferdinand von seinem Morgenland vermittelt. Nicht klischeehaft sondern traumhaft verzaubert ist diese Welt.

Wie schon bei "Ferdinand der Affe" ist das Buch um eine weitere sinnliche Komponente erweitert. Es gibt eine CD zum Buch, auf der sich die lyrischen Texte von Lorenz Raab vertont finden. Die Liedtexte funktionieren aber auch wunderbar ohne Musik.

(Nico Kalteis, Rezension in: 1001 und 1 Buch, Nr. 3/11, August 2011)