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Kurzbeschreibung

Kurt Wölfflin. Zeichn.: Angelika Kaufmann


Rezensionen
Christina Gastager-Repolust: Transfer der Zauberflöte in die 1980-er Jahre: Schein und Zauberei im Leben des liebenswerten Antihelden Fritz Suedamar. (DR)

1998 verstarb der bekannte Salzburger Autor Kurt Wölffin, jetzt ist sein "Stadtmärchen" mit Illustrationen von Angelika Kaufmann erschienen: Auf den ersten Blick wirkt es wie ein Kinder- bzw. Jugendroman, dann liest man die ersten Seiten und erkennt, dass der Text über dem Niveau der Zeichnungen steht.

Fritz Suademar ist ein Modernisierungsverlierer; die Werbefirma, die ihn beschäftigte, ist pleite, ehemalige Kollegen weichen ihm aus, der Fernseher ist abgemeldet, das Radio der einzige verlässliche Kontakt zur Außenwelt und das verkannte Genie schiebt sich die zweite Hälfte der Mozartkugel in den Mund.

Wölfflin hat sein Stadtmärchen an die Geschichte der Zauberflöte angelehnt, der Werbefachmann mutiert zu Tamino und kämpft mit modernen Mittel um die Befreiung seiner geliebten Pamina. Anna, Suademars kleine Nichte, will nicht nur mehr über die Existenz von Menschenfressern wissen, sie eröffnet ihrem Onkel auch den Zugang zur Märchenwelt. Salzburger Lokalkolorit und die Erinnerungen an Kurt Wölfflin prägen das Leseerlebnis des Buches.

(Christina Gastager-Repolust, Rezension für: bn.bibliotheksnachrichten, [?])


http://www.biblio.at/rezonline/ajax.php?action=rezension&medid=16032&rezid=18884