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Kurzbeschreibung

Red.: Christina Schmid


Kaiser Rudolf II., der wohl größte Mäzen seiner Zeit, wählte Linz als seine Residenz, er hatte große Pläne für die Stadt. Vieles davon wurde verwirklicht, und doch verhinderte unter anderem sein früher Tod die Realisierung des Gesamtkonzepts. Im heutigen Erscheinungsbild der Stadt eröffnen sich uns jedoch immer wieder Fenster in eine Zeit, in der Linz als Angelpunkt für den damals häufig umherziehenden kaiserlichen Hof diente und von einer bedeutenden Adelskultur geprägt war: Das Linzer Schloss, das von Rudolf II. als großer manieristischer Repräsentationsbau angelegt war, oder das Linzer Landhaus als Symbol für das Selbstbewusstsein der Stände sind diesbezüglich beeindruckende Zeitzeugen. Die zahlreichen Freihäuser, die vom Adel oder von geistlichen Institutionen errichtet wurden, erinnern uns daran, dass Linz ein wichtiger Handelsplatz war, an dem sich internationale Kontakte bildeten und vertieften. Auch die Anwesenheit von herausragenden Künstlern wie Lucas van Valckenborch oder Astronomen wie Johannes Kepler prägten die Stadt und ihre Bewohner auf eindrucksvolle Weise.

Linz als eine wichtige habsburgerische Residenz um 1600 geriet ins Abseits und schließlich in Vergessenheit - die Erinnerung daran wieder zu erwecken, dazu soll dieses Buch beitragen. In diesem Sinne laden wir Sie ein auf eine Reise in die Zeit um 1600. Machen Sie einen Spaziergang durch die blühende Residenz- und Handelsstadt Linz, tauchen Sie ein in die den Betrachter immer wieder neu überraschenden Kunst- und Wunderkammern dieser Zeit. Entdecken Sie Linz als eine Kulturhauptstadt des Kaisers.

(Peter Assmann)