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Kurzbeschreibung

Es war einmal ein Schaf, das Müdürü hieß und mit einer Schnur an einem Feigenbaum festgebunden war. Tagaus, tagein mußte es dort stehen und das spärliche Gras fressen, denn sein Herr war sehr arm. Manchmal schaute es in die blaue Luft, blickte dem Flug der Kraniche und Störche nach und dachte sehnsüchtig: »Ach, wenn doch auch ich Flügel hätte! Ich könnte dann sehen, ob es noch andere Schafe auf der Welt gibt, ich wüßte, wohin der Weg führt und wo das Meer beginnt.« Und das Schaf wurde immer trauriger.

Eines Tages kamen drei große Kamele vorbei, die Schutz suchten vor der sengenden Mittagshitze. Sie setzten sich unter Müdürus Feigenbaum und rasteten. »Habt ihr vielleicht das Meer gesehen?« fragte das Schaf. »O ja«, antworteten die Kamele, »wir sehen es täglich. Der Weg, den wir eben gekommen sind, führt an die Küste. Es ist gar nicht weit bis dorthin.« Als das Schaf das hörte, bat es die Kamele, es von dem Baum loszumachen.