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Kurzbeschreibung

Elisabeth Bachler. [Ill. von Renate Habinger]


Die Geschichte von Björn und Laura, Thomas und Kathrin

Es gibt da ein ganz prima Dorf in Jämtland. Es liegt irgendwo zwischen Kvaarnsjo und Nasteln und es liegt an einem See. Rundherum gibt es Wiesen und natürlich jede Menge Wald. Es stehen einige Felsblöcke herum, auf denen man toll klettern kann. Im Wald wimmelt es nur so von Trollen und Elfen, und wenn man geduldig ist, kann man auch auf einen Tomte treffen.

Wahrscheinlich ist es der schönste Platz der Welt, an dem Kinder aufwachsen können. Das finden zumindest Björn und Laura, Thomas und Kathrin.

Björn ist schon zehn Jahre und wohnt bei seinen Großeltern auf einem Bauernhof. Seine Mama arbeitet in der Stadt. Björn hat keinen Papa, aber er sagt, es macht ihm nichts aus, denn sein Großvater kann sowieso die besten Holzpferde von ganz Schweden schnitzen.

Laura ist ein Jahr jünger als Björn und wohnt bei ihrer Mama in einem kleinen Haus am See. Lauras Mama kann weben und schöne Tiere aus Ton machen. Manchmal darf Laura in Mamas Werkstatt mit dem Ton herumquatschen, das macht ihr großen Spaß.

Laura versteht sich gut mit ihrer Mama, nur manchmal gibt es Probleme, weil Laura ständig Tiere anschleppt. Sie teilen ihr Haus mit dem dicken Kater Gustav und mit Emil, der Krähe. Aber Laura findet immer noch einen Frosch, einen verletzten Vogel, oder ein paar hübsche Käfer, die sie mit nach Hause bringt. Das muss Björn zugeben, zimperlich ist Laura nicht.

Der zehnjährige Thomas und die sechsjährige Kathrin sind Geschwister und ihre Eltern haben einen Bauernhof. Einen richtigen, einen mit Kühen, zwei Pferden, ein paar Schweinen und Hühnern. Ihre Eltern seufzen zwar oft, dass es schon eine rechte Plage sei, einen Bauernhof zu bewirtschaften, aber wenn sie dann gemeinsam überlegen, was sie lieber machen wollen, kommen sie doch zu dem Schluss, dass das Leben auf dem Grönvoldshof das beste sei. In einer Stadt wollen sie nicht wohnen, da fahren sie höchstens zum Zahnarzt hin, oder wenn Papa eine neue Maschine braucht.

Thomas kann sich nicht vorstellen, etwas anderes zu werden als Bauer. Er darf im Sommer mit Papa auf dem Traktor fahren und im Winter mit der Schneefräse. Sein Großvater nimmt ihn mit zum Fischen, auf die Jagd oder zu Holzarbeiten in den Wald. Seine kleine Schwester fällt ihm schon manchmal lästig, aber sie ist nun mal seine Schwester und das Gute an ihr ist der unerschöpfliche Vorrat an Rosinenbrötchen in ihren Jackentaschen. Wenn die beiden Geschwister über die Wiese laufen, können sie das Haus von Björns Familie in ein paar Minuten erreichen und zu dritt machen sie sich dann auf den Weg, um Laura abzuholen.

Es erweist sich wirklich als sehr praktisch, dass die Häuser der Freunde nicht allzu weit auseinander liegen. Wenn zum Beispiel Björns Großvater bemerkt, dass wieder einmal allerlei Werkzeug in seinem Schuppen fehlt, braucht er nur bei Laura oder Thomas nachfragen, dann findet sich alles wieder.

Und wenn die Mutter von Thomas und Kathrin von Zeit zu Zeit nach Kleidungsstücken ihrer beiden Kinder sucht, muss sie nur in den Nachbarhäusern nachschauen, und so gibt es ein reges Hin- und Hergerenne zwischen den Häusern.