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Kurzbeschreibung

[Texte: Christian Ludwig Attersee ; Margit Zuckriegl. Red.: Margit Zuckriegl …]


Mit dieser Publikation wird ein eigener Aspekt im vielfältigen Werk es Künstlers betrachtet und in einer neuen Wertigkeit gesehen. Christian Ludwig, am 28. August 1940 in Preßburg (Bratislava) geboren, kam mit seinen Eltern im Kindesalter nach Österreich. Seit 1966 nennt er sich ausschließlich Attersee – auch als Referenz an seinen geliebten Segelsport. Schon damals waren es vielfach fotografische Bilder – teils Motive aus Zeitschriften und Werbebroschüren, teils Fotos der eigenen Person - die in sein künstlerisches Werk als „Wetterbilder“ Eingang gefunden hatten. Die SelbstSchau, das eigene Porträt, die Bilder von Attersees Schönheit und das "Atterselbst“, so wie seine gekonnten Arrangements rund um seine eigene Person sind die Motive seiner Foto-Zyklen der 1970er Jahre. Anders als im Aktionismus ging es Attersee zwar ebenfalls um das Bild des Körpers, allerdings nicht um den verletzten, malträtierten Körper eines Mediums, sondern um die eigene physische Schönheit und deren erotische Inszenierung.

Zur Verstärkung, Verbesserung, Akzentuierung bestimmter Körperteile oder Körpermerkmale hatte Attersee seine „Prothesen“und Körperobjekte entwickelt, die er selbst anzog, umschnallte, an sich präsentierte – die hier entstandenen Fotos sind Momentaufnahmen einer Selbststilisierung, in der der Künstler Protagonist seiner eigenen Performance ist. Ab den 1980er Jahren erfolgen gezielte Rückgriffe auf vorhandene Fotos der eigenen Person, die Attersee in komplexe malerische Arbeiten einbindet, gefolgt von den ganz neuen Porträtüberarbeitungen, die auf den Fotobildnissen von Kurt-Michael Westermann basieren.