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Ferdinand Saar


Am 30. September 1833 in Wien geboren, entstammte Saar einer geadelten Beamtenfamilie. Nach dem frühen Tod des Vaters kehrte die Mutter wieder in ihr Elternhaus zurück.

Dem Besuch der Volksschule des Waisenhauses folgte ab 1843 der Aufenthalt im Gymnasium. Sein Vormund bestimmte 1849 für ihn eine Laufbahn im Heer, doch verließ Saar 1860 das Militär um als freier Dichter zu leben.

In den folgenden Jahren brachten ihn seine Schulden aus der Militärzeit wiederholt in Haft, erst die großzügige Geld­zuwendung einer Gönnerin befreite ihn 1871 aus der finanziellen Not.

Die kurze Ehe mit Melanie Lederer endete mit dem Freitod seiner Frau 1884, in der Folge wurden seine melancholischen Phasen häufiger.

Saar wurde 1890 der Franz-Joseph-Orden verliehen, an dem Festblatt zu seinem 60. Geburtstag arbeiteten u.a. Bahr, Hofmannsthal und Schnitzler mit.

Seine letzten Jahre und Werke waren von seinen chronischen Leiden und den Zeichen des nahen Todes geprägt. Ohne Aussicht auf Heilung seiner Krebserkrankung schied Saar 1906 freiwillig aus dem Leben.

Seine Novellen zeichnen sich durch eine präzise Darstellung von Geschehnissen fast aller gesellschaftlichen Schichten der Donaumonarchie aus. Saar gilt nicht zuletzt als einer der großen »poetischen Realisten«.


Bücher

Die Geigerin

ISBN: 978-3-85252-436-9
21 x 15 cm, 54 Seiten
€ 13,00
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